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Vogtländische Informations- und Dokumentationsstelle destruktive Kulte / Psychogruppen / Esoterik




Übersicht öffentlicher Beiträge zum Thema: Manipulation und Gesellschaft - Es wurden 65 Einträge gefunden infofepa Neue Suche BEENDEN

Thema dreieck Autor / Quelle dreieck Kategorie Datum dreieckdown Aktion
Sie wollen uns weichkochen Kaddor, Lamya PUBLIC 2018-08-11 lesen printer kommentar

(T-online 10.08.18) Nachdem die AfD ihre demokratie- und staatsfeindlichen Strategien in so ziemlich allen Facetten gegenüber dem Islam schon ausgespielt hat, nimmt sie sich nun in ur-rechtsradikaler Tradition zunehmend die Nazizeit vor. Das sollte man aufmerksam beobachten und sich darauf einstellen. Es ist ein Angriff auf unser aller Freiheit.  Bröckchen für Bröckchen meißelt die AfD aus der deutschen Erinnerungskultur, während ihre ideologischen Sympathisanten stillschweigend zuschauen – und genießen? „Der Preis der Geschichtsvergessenheit, des Verlusts von Erinnerung oder des Verdrängens, ist Kopflosigkeit“, schreibt der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert in der Zeitschrift „Die Politische Meinung“. 

Genre: Beitrag
Das Geheimnis der schreienden Zwerge Stöcker, Christian PUBLIC 2018-08-06 lesen printer kommentar

(SPON 05.08.2018) Eine lautstarke Minderheit dominiert den politischen Diskurs, an den Interessen der meisten Bürger vorbei - und die AfD profitiert. Doch warum ist das eigentlich so? Die Antwort sollte auch Horst Seehofer interessieren. Wenn eine Minderheit sich nur konsistent verhält, nie von ihrer den beobachtbaren Fakten widersprechenden Position abweicht, wird sie ein paar andere überzeugen, sich genauso zu verhalten. Dieses Phänomen ist seither wieder und wieder belegt worden. Diese Strategie verfolgt bekanntlich Donald Trump, der Mann, der pro Tag im Schnitt sieben- bis achtmal öffentlich lügt. Und natürlich auch die AfD: Wenn man nur standhaft behauptet, dass Flüchtlinge und Einwanderer das größte Problem darstellen, das Deutschland hat, dann wird das schon irgendwer glauben, so unsinnig diese These auch ist. Medien, Parteien und Öffentlichkeit täten gut daran, den brüllenden rechtsnationalen Popanz endlich als den Zwerg zu behandeln, der er in Wahrheit ist. Dann wird er wieder auf sein tatsächliches Maß schrumpfen.

Genre: Beitrag
Overton-Fenster: Das wird man wohl bald sagen dürfen Rabe, Jens-Christian PUBLIC 2018-08-05 lesen printer kommentar

(SZ 01.08.2018) In den Debatten dieser Tage erscheint vieles möglich, was vor Jahren noch undenkbar war. Die Grenzen des politischen Diskurses verschieben sich. Wie das geschieht, erklärt eine alte Theorie. Das Overton-Fenster ist die Theorie von der Existenz eines Rahmens für eine akzeptable Meinungsvielfalt in öffentlichen Stellungnahmen, unter dem Gesichtspunkt der öffentlichen Moral. In ihrem Zentrum steht der Gedanke, dass es zu jedem gesellschaftspolitisch relevanten Thema eine gewisse Menge von Aussagen und Ansichten gibt, die die breite Mitte der Gesellschaft als akzeptabel und also diskutabel betrachtet. Diese Aussagen und Ansichten befinden sich im Overton-Fenster, damit kann Politik gemacht werden. Alle Ansichten außerhalb des Overton Fensters gelten als Provokation, als heikel, radikal oder sogar undenkbar. Die entscheidende Frage für Overton und seinen noch immer aktiven Thinktank Mackinac war und ist, was die Verschiebung des Overton-Fensters begünstigt oder wie es womöglich sogar aktiv verschoben werden kann. Denn erst, wenn es gelingt, das Fenster zu verschieben oder eine Verschiebung vorherzusehen, ändert sich auch das politisch Mögliche.

Genre: Journalismus
Deutschland deckte blutigen Putsch Müller-Töwe, Thomas PUBLIC 2018-07-26 lesen printer kommentar

(T-online 21.10.2017) Die deutsche Botschaft in Indonesien wusste im Jahr 1965 vom geplanten Militärputsch, in dessen Zuge die Junta um General Suharto mindestens eine halbe Million Menschen ermordete. Das geht aus einem ehemals geheimen Dokument der US-amerikanischen Auslandsvertretung hervor, das t-online.de vorliegt. Damit verdichten sich die Hinweise auf eine Mitwisserschaft deutscher Dienste bei einem der größten Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts. Im Oktober beginnen die Massaker. Zum Opfer wird jeder, der als Kommunist oder als einer ihrer Sympathisanten gilt. Hunderttausende sterben, Millionen werden verhaftet. Die Gräueltaten ziehen sich über Monate. In Deutschland streitet die Bundesregierung eine "Verstrickung deutscher Stellen" in die damaligen Ereignisse bislang ab, wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag 2014 hervorgeht.

Genre: Journalismus
Spuren des NSU in Chemnitz Lummer, Benjamin PUBLIC 2018-07-11 lesen printer kommentar

(FP 11.07.2018) Im Pr ozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitan- geklagte fällt das Urteil. Abgeschlossen ist der Prozess der Aufarbeitung aber noch nicht, findet eine Initiative. Sie zeichnet nach, wo die Rechtsterroristen in der Stadt aktiv waren. Es gelte noch viele Fragen zu beantworten, beispielsweise zur Verantwortlichkeit des NSU-Unterstützernetzwerks, sagt Jane Viola Felber. Sie hat mit Hilfe von Studenten der TU Chemnitz recherchiert, wo das Trio in der Region aktiv gewesen ist,

Genre: Journalismus
Psychologie - Gefängnis-Experiment steht unter Betrugsverdacht Herrmann, Sebastian PUBLIC 2018-07-10 lesen printer kommentar

(SZ 09.07.2018) Das Stanford-Prison-Experiment gilt als einer der berühmtesten Versuche der Psychologie. In einem Keller in Stanford simulierten Forscher 1971 eine Gefängnissituation aus Häftlingen und Wärtern. Nun äußern Teilnehmer und andere Wissenschaftler Kritik an der Studie: Vieles sei Theater gewesen, die Psychologen hätten die Wärter dazu animiert, besonders drakonisch zu sein. Die Schlussfolgerungen des Experiments stehen nun in Frage - etwa, dass es vor allem die Umstände sind, die Menschen zu Grausamkeiten bewegen. Von Beginn an wurde Zimbardo aber auch für den Versuch und seine Schlussfolgerungen kritisiert. Der Psychologe Leon Festinger, der das Konzept der kognitiven Dissonanz entwickelt hat, meinte, es habe sich nicht um ein Experiment, sondern um ein "Happening" gehandelt. Die Psychologen Alexander Haslam und Stephen Reicher scheiterten 2001 mit einer Replikation des Versuches: In dieser Version waren die Wächter passiv und schüchtern, während sich die Häftlinge rasch Erleichterungen und Privilegien verschafften. Auch Personen, die an den Vorgängen 1971 in Stanford beteiligt gewesen waren, meldeten sich über die Jahre zu Wort und behaupteten sinngemäß, das Ganze sei eher eine Art zielgerichtetes Impro-Theater gewesen.

Genre: Journalismus
Jugendliche und Fundamentalismus: Das Gift des Islamismus entfaltet weiter seine Wirkung Kaddor, Lamya PUBLIC 2018-07-06 lesen printer kommentar

(T-Online 06.07.2018) Warum verfängt bei jungen Muslimen nicht selten fundamentalistisches Denken? Weil ihnen oft die Fähigkeit zu kritischem Hinterfragen fehlt, meint Lamya Kaddor. Ein Beispiel sei die Diskussion um die im Koran genannten Strafen. Wer denkt, das Problem des Salafismus und Islamismus würde sich langsam von selbst erledigen,  irrt. Die Zahl der Extremisten steigt oder stagniert auf hohem Niveau, wie jüngst die Verfassungsschutzbehörden in Bremen und NRW und gestern in Brandenburg meldeten. Somit entfaltet das Gift ihrer Gedanken weiter schleichend seine Wirkung in der Gesellschaft. Junge Muslime entwickeln nicht zuletzt deswegen mitunter eigenartige Vorstellungen von gutem Handeln. Sie definieren dieses Handeln nach fundamentalistischer Doktrin als bloßes Einhalten von Geboten. Wer auch die letzte (vermeintliche) Vorschrift Gottes noch detailliert befolgt, so glauben sie, sei ein guter Mensch und gehe ins Paradies ein. Ich halte das für viel zu kurz gedacht und gefährlich. Gebote im Islam sind fast allesamt Verhandlungssache. Wer welches Gebot wie für gültig erachtet, hängt davon ab, welche Influencer jemand um sich hatte. Waren die Influencer islamistisch geprägt, kann die Katastrophe leicht ihren Lauf nehmen.

Genre: Journalismus
Maulkorb für ORF-Redakteure Kazim, Haznain PUBLIC 2018-06-27 lesen printer kommentar

(SPON 27.06.18) Vertreter der Regierung im Stiftungsrat des ORF wollen radikale Social-Media-Regeln für Journalisten durchsetzen. Demnach wären politische Kommentare in sozialen Medien untersagt, selbst auf privaten Twitter-Accounts. Der Inhalt der "ORF Social-Media-Leitlinien" hat es in sich: Tritt diese Dienstanweisung, die sich an alle "journalistischen und programmgestaltenden Mitarbeiter/innen des ORF" richtet, in Kraft, dürfen die sich künftig in den sozialen Medien nicht mehr politisch kommentierend äußern - auch nicht als Privatpersonen. Unbotmäßige  - laut Duden heißt das: sich nicht so verhaltend, wie von der Obrigkeit gefordert - Berichterdtattung soll in Österreich unterbunden werden.

Genre: Journalismus
Republik im Wandel - Wie ein neuer Nationalismus Deutschland verändert Ismar, Georg dpa PUBLIC 2018-06-22 lesen printer kommentar

(T-online 22.06.18) Selbst die Fußball-WM bringt nicht so recht freudige Ablenkung. Ein Fahnenmeer in Schwarz-Rot-Gold, "Fanmeile" wird zum Wort des Jahres. Die Welt staunt über deutsche Lässigkeit, das ganze Land eine Party, weltoffener Patriotismus. Man ist stolz auf Spieler wie Gerald Asamoah oder David Odonkor, die auch ghanaische Wurzeln haben. Zwölf Jahre ist diese WM, das "Sommermärchen", her. Heute werden die Fanmeilen-Fotos von damals genommen, im Internet verbreitet und als Bilder von einer angeblich gigantischen AfD-Demonstration am Brandenburger Tor "missbraucht". Und Lothar Matthäus analysiert: "Özil fühlt sich im DFB-Trikot nicht wohl".

Heute: Ausgrenzung statt Weltoffenheit. Um zu verstehen, dass das, was da an Gegenbewegung entstanden ist, nicht einfach aus heiterem Himmel kommt und nicht erst mit Beginn der "Flüchtlingskrise" eingesetzt hat, ist es sinnvoll, noch einmal zurück zu gehen. In das Jahr des "Sommermärchens".

Genre: Journalismus
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