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Vogtländische Informations- und Dokumentationsstelle destruktive Kulte / Psychogruppen / Esoterik




Übersicht öffentlicher Beiträge zum Thema: Esoterik und Psychoszene / Manipulation - Es wurden 94 Einträge gefunden infofepa Neue Suche BEENDEN

Thema dreieck Autor / Quelle dreieck Kategorie Datum dreieckdown Aktion
Wie Alternativmedizin Krebspatienten gefährdet Weber, Nina PUBLIC 2018-07-20 lesen printer kommentar

(SPON 20.07.2018) Die Diagnose Krebs ist niederschmetternd. Die Therapien, die auf die Betroffenen zukommen, sind hart: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung und bei manchen Tumoren eine Antihormontherapie. Je nach Art und Schwere der Erkrankung sind mehrere dieser Behandlungen nötig, um den Krebs zu bekämpfen. Manche Patienten lehnen dies ab und wenden sich alternativmedizinischen Verfahren zu, deren Wirkung gegen Krebs nicht nur wissenschaftlich nicht belegt, sondern höchst zweifelhaft ist. In einigen Fällen verzichten die Betroffenen komplett auf die medizinisch wirksamen Methoden. In anderen Fällen vertrauen sie begleitend auf Alternativmedizin - etwa in der Hoffnung, Nebenwirkungen der Krebsbehandlung besser zu verkraften.

Genre: Journalismus
Hass-Predigten in der Plauener Moschee Müller, Manuela PUBLIC 2018-07-20 lesen printer kommentar

(FP/Plauen 19.07.18) Im Vogtland gibt es mutmaßliche Unterstützer der Terrorvereinigung Islamischer Staat. Treffpunkt soll die Moschee im Stadtzentrum von Plauen sein. Am Donnerstag hat die Bundespolizei einen 22-jährigen Syrer festgenommen. "Wir haben festgestellt, dass es seit Sommer 2017 in dieser Moschee salafistische Strukturen gibt", sagte am Donnerstag Pamela Streiter, Sprecherin des Landesamtes für Verfassungsschutz. Vor zehn Jahren war die Al-Muhadjirin-Moschee gegründet worden.

Genre: Journalismus
Spuren des NSU in Chemnitz Lummer, Benjamin PUBLIC 2018-07-11 lesen printer kommentar

(FP 11.07.2018) Im Pr ozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitan- geklagte fällt das Urteil. Abgeschlossen ist der Prozess der Aufarbeitung aber noch nicht, findet eine Initiative. Sie zeichnet nach, wo die Rechtsterroristen in der Stadt aktiv waren. Es gelte noch viele Fragen zu beantworten, beispielsweise zur Verantwortlichkeit des NSU-Unterstützernetzwerks, sagt Jane Viola Felber. Sie hat mit Hilfe von Studenten der TU Chemnitz recherchiert, wo das Trio in der Region aktiv gewesen ist,

Genre: Journalismus
Psychologie - Gefängnis-Experiment steht unter Betrugsverdacht Herrmann, Sebastian PUBLIC 2018-07-10 lesen printer kommentar

(SZ 09.07.2018) Das Stanford-Prison-Experiment gilt als einer der berühmtesten Versuche der Psychologie. In einem Keller in Stanford simulierten Forscher 1971 eine Gefängnissituation aus Häftlingen und Wärtern. Nun äußern Teilnehmer und andere Wissenschaftler Kritik an der Studie: Vieles sei Theater gewesen, die Psychologen hätten die Wärter dazu animiert, besonders drakonisch zu sein. Die Schlussfolgerungen des Experiments stehen nun in Frage - etwa, dass es vor allem die Umstände sind, die Menschen zu Grausamkeiten bewegen. Von Beginn an wurde Zimbardo aber auch für den Versuch und seine Schlussfolgerungen kritisiert. Der Psychologe Leon Festinger, der das Konzept der kognitiven Dissonanz entwickelt hat, meinte, es habe sich nicht um ein Experiment, sondern um ein "Happening" gehandelt. Die Psychologen Alexander Haslam und Stephen Reicher scheiterten 2001 mit einer Replikation des Versuches: In dieser Version waren die Wächter passiv und schüchtern, während sich die Häftlinge rasch Erleichterungen und Privilegien verschafften. Auch Personen, die an den Vorgängen 1971 in Stanford beteiligt gewesen waren, meldeten sich über die Jahre zu Wort und behaupteten sinngemäß, das Ganze sei eher eine Art zielgerichtetes Impro-Theater gewesen.

Genre: Journalismus
Jugendliche und Fundamentalismus: Das Gift des Islamismus entfaltet weiter seine Wirkung Kaddor, Lamya PUBLIC 2018-07-06 lesen printer kommentar

(T-Online 06.07.2018) Warum verfängt bei jungen Muslimen nicht selten fundamentalistisches Denken? Weil ihnen oft die Fähigkeit zu kritischem Hinterfragen fehlt, meint Lamya Kaddor. Ein Beispiel sei die Diskussion um die im Koran genannten Strafen. Wer denkt, das Problem des Salafismus und Islamismus würde sich langsam von selbst erledigen,  irrt. Die Zahl der Extremisten steigt oder stagniert auf hohem Niveau, wie jüngst die Verfassungsschutzbehörden in Bremen und NRW und gestern in Brandenburg meldeten. Somit entfaltet das Gift ihrer Gedanken weiter schleichend seine Wirkung in der Gesellschaft. Junge Muslime entwickeln nicht zuletzt deswegen mitunter eigenartige Vorstellungen von gutem Handeln. Sie definieren dieses Handeln nach fundamentalistischer Doktrin als bloßes Einhalten von Geboten. Wer auch die letzte (vermeintliche) Vorschrift Gottes noch detailliert befolgt, so glauben sie, sei ein guter Mensch und gehe ins Paradies ein. Ich halte das für viel zu kurz gedacht und gefährlich. Gebote im Islam sind fast allesamt Verhandlungssache. Wer welches Gebot wie für gültig erachtet, hängt davon ab, welche Influencer jemand um sich hatte. Waren die Influencer islamistisch geprägt, kann die Katastrophe leicht ihren Lauf nehmen.

Genre: Journalismus
Sektensiedlung Colonia Dignidad - Deutschland will sich bürokratisch korrekt aus der Verantwortung stehlen Knobbe, Martin PUBLIC 2018-07-06 lesen printer kommentar

(SPON 02.07.2018) Missbrauch, Folter, Morde - die deutsche Sektensiedlung Colonia Dignidad war ein Ort des Grauens. Der Bundestag beschloss, die Opfer zu unterstützen. Doch das nun präsentierte Ergebnis sorgt für Empörung. Auch Michael Brand, der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, ist entsetzt: Das Auswärtige Amt habe aus dem Auftrag des Deutschen Bundestages, "einen Akt der moralischen und materiellen Wiedergutmachung zu entwickeln, ein kaltes und zynisches Bürokratenpapier gemacht, das vor allem ein Ziel hat: nur ja kein Geld ausgeben." Die Colonia Dignidad war ein Ort des Grauens: Kinder und Jugendliche deutscher wie chilenischer Herkunft wurden sexuell missbraucht, Bewohner mit Elektroschocks gepeinigt und zu Zwangsarbeit verpflichtet, Gegner des chilenischen Diktators Augusto Pinochet zu Hunderten gefoltert und zu Dutzenden getötet. Jahrzehntelang blieben die Verbrechen in der Kolonie, die Sektenführer Paul Schäfer 1961 gegründet und bis zu seiner Flucht 1997 angeführt hatte, weitgehend unentdeckt. Auch deshalb, weil Führungsmitglieder der Sekte enge Kontakte zu deutschen Politikern und Diplomaten hielten und deutsche Ämter und die Botschaft in Santiago de Chile nicht so genau hinsahen.

Genre: Journalismus
Maulkorb für ORF-Redakteure Kazim, Haznain PUBLIC 2018-06-27 lesen printer kommentar

(SPON 27.06.18) Vertreter der Regierung im Stiftungsrat des ORF wollen radikale Social-Media-Regeln für Journalisten durchsetzen. Demnach wären politische Kommentare in sozialen Medien untersagt, selbst auf privaten Twitter-Accounts. Der Inhalt der "ORF Social-Media-Leitlinien" hat es in sich: Tritt diese Dienstanweisung, die sich an alle "journalistischen und programmgestaltenden Mitarbeiter/innen des ORF" richtet, in Kraft, dürfen die sich künftig in den sozialen Medien nicht mehr politisch kommentierend äußern - auch nicht als Privatpersonen. Unbotmäßige  - laut Duden heißt das: sich nicht so verhaltend, wie von der Obrigkeit gefordert - Berichterdtattung soll in Österreich unterbunden werden.

Genre: Journalismus
Republik im Wandel - Wie ein neuer Nationalismus Deutschland verändert Ismar, Georg dpa PUBLIC 2018-06-22 lesen printer kommentar

(T-online 22.06.18) Selbst die Fußball-WM bringt nicht so recht freudige Ablenkung. Ein Fahnenmeer in Schwarz-Rot-Gold, "Fanmeile" wird zum Wort des Jahres. Die Welt staunt über deutsche Lässigkeit, das ganze Land eine Party, weltoffener Patriotismus. Man ist stolz auf Spieler wie Gerald Asamoah oder David Odonkor, die auch ghanaische Wurzeln haben. Zwölf Jahre ist diese WM, das "Sommermärchen", her. Heute werden die Fanmeilen-Fotos von damals genommen, im Internet verbreitet und als Bilder von einer angeblich gigantischen AfD-Demonstration am Brandenburger Tor "missbraucht". Und Lothar Matthäus analysiert: "Özil fühlt sich im DFB-Trikot nicht wohl".

Heute: Ausgrenzung statt Weltoffenheit. Um zu verstehen, dass das, was da an Gegenbewegung entstanden ist, nicht einfach aus heiterem Himmel kommt und nicht erst mit Beginn der "Flüchtlingskrise" eingesetzt hat, ist es sinnvoll, noch einmal zurück zu gehen. In das Jahr des "Sommermärchens".

Genre: Journalismus
Bericht aus dem Klinikalltag - ich werde zu einer Ärztin, die ich nie sein wollte bekannt PUBLIC 2018-06-20 lesen printer kommentar

(SPON 20.06.18)  Heute treffen sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Hier erzählt eine enthusiastische, junge Ärztin, warum sie schon nach einem Jahr Arbeit desillusioniert ist. Ein Bericht über die schroffe Realität in unseren Kliniken. Was für eine Ärztin bin ich bloß geworden? Seit einem Jahr bin ich Zahnrad in der Maschinerie dieser großen Klinik. Ich kam frisch vom Studium mit der Vorstellung, hier eine gute Internistin zu werden. Ich wurde schnell desillusioniert. Es geht nicht darum, gute Medizin zu machen. Es geht darum, viele Patienten durchzuschleusen, gute Zahlen zu bringen. Kann man die Würde eines Patienten auch in Zahlen ausdrücken? Ein Kollege, der schon länger dabei ist, meint, ich brauche ein dickeres Fell. "Fahr deinen Idealismus zurück", rät er mir. "Diese Klinik ist ein großer Apparat, der mit oder ohne uns läuft." In unserem Gesundheitssystem ist die Würde des Menschen - und damit meine ich die der Patienten, Ärzte, Schwestern und Pfleger - weniger wert als die Effizienz der Maschinerie. In einem solchen System überlebt man offensichtlich nur, wenn man seinen Idealismus hintanstellt.

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