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Vogtländische Informations- und Dokumentationsstelle destruktive Kulte / Psychogruppen / Esoterik




Übersicht öffentlicher Beiträge zum Thema: Verbraucherschutz und Psychomarkt / Gesundheitswesen - Es wurden 27 Einträge gefunden infofepa Neue Suche INFOTHEK BEENDEN

Thema dreieck Autor / Quelle dreieck Kategorie Datum dreieckdown Aktion
Der Apothekenskandal von Bottrop und die Behörden Correktiv Ruhr PUBLIC 2017-09-06 lesen printer kommentar

(CORRECTIV.RUHR 09.2017) Der Skandal der Alten Apotheke in Bottrop wird zu einem Skandal der Behörden. Weder Land und Kommunen können etwas dafür, dass ein Apotheker in fünf Jahren über 60.000 Krebsmedikamente panschte und in die Republik verteilte, aber spätestens seit der Verhaftung des Apothekers im November 2016 hätte die Behörden und Ärzte eine offensive Aufklärung betrieben müssen. Das ist nicht geschehen. Und auch der Pressesprecher der Stadt Bottrop wirft bis heute lieber Nebelkerzen, als dass er sich um die Sorgen der Patienten in seiner eigenen Stadt kümmert und wirft Correctiv vor, mit falschen Zahlen zu operieren. Darauf gibt es eine Erwiderung.

Genre: Beitrag
Wenn der Zahnarzt Esoterik anbietet Uhlmann, Berit PUBLIC 2017-08-02 lesen printer kommentar

(Süddeutsche 02.08.2017) Einige Zahnärzte behandeln ihre Patienten mit fragwürdigen Methoden.  Pendeln, Energieströme spüren, Zahn-Organ-Beziehungen aufdecken: Alternative Heilmethoden auf dem Zahnarztstuhl klingen gut - und am Ende ist das Gebiss verstümmelt. In jenem grenzenlosen Bereich, in dem alles mit allem zusammenhängt, findet jeder seine Nische. So haben auch einige Zahnärzte ihr Fachgebiet erstaunlich geschmeidig in das Netzwerk der Energien, Ströme und geheimen Bindungen eingegliedert, die Anhänger fragwürdiger medizinischer Theorien gerne beschwören. Wenn geheime Bahnen den ganzen Körper durchziehen, warum sollten sie dann nicht auch an den Zähnen vorbeikommen? Mittlerweile machen auch die Landeszahnärztekammern dubiose Ansätze salonfähig. Inzwischen übernehmen sogar gesetzliche Krankenkassen die Kosten für einige der fragwürdigen Methoden. Ein Alarmsignal, das gar nicht ernst genug genommen werden kann.

Genre: Journalismus
Psychomarkt und Verbraucherschutz Heinemann, Ingo - AGPF INFOTHEK 2017-07-28 lesen printer kommentar

(AGPF/Heinemann) Mit Psychomarkt ist hier nicht  der Austausch von Ideen gemeint, sondern der Verkauf von Lehren, Methoden und Waren, nach heutigem Sprachgebrauch in der Wirtschaft also von »Produkten«. Wo etwas verkauft wird, ist Verbraucherschutz nötig. Es ist also eine Selbstverständlich­keit, dass Psychomarkt und Verbraucherschutz zusammen genannt und behandelt werden. Der Psychomarkt hat kulturelle  und wirtschaftliche Aspekte. Diese Unterschei­dung ist bedeutsam für die Aufstellung von Beurteilungskriterien. Denn so viel lässt sich schon jetzt sagen: Wer sich mit etwas befasst, der beurteilt und der benötigt dafür Kriterien.

Auch kulturelle und religiöse Inhalte des Angebots unterliegen qualitativen Merkmalen. Diese sind allerdings schwierig aufzustellen und geraten leicht in Konflikt mit der Neutralität, die in manchen Bereichen gewünscht oder gefordert wird. Wirtschaftliche Kriterien hingegen sind verhältnismäßig einfach aufzustellen und zu prüfen. Wirtschaftliche Kriterien sind weitgehend identisch mit denen des Verbraucherschutzes. Neben Qualität und Preisen geht es dabei auf dem Psychomarkt insbesondere um Risiken und Nebenwirkungen.

Auf dem Psychomarkt werden Waren oder Leistungen verkauft, die angeblich oder tat­sächlich auf die Psyche einwirken. Es werden Dienstleistungen für Gesundheit, Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit angeboten und mit emotional besetzten und psychisch wirksamen Begriffen beworben. In erster Linie verkauft der Psychomarkt Gesundheits- und Glücksbefinden. Hinzu kommt ein umfangreiches Warensortiment, zu dem auch Heilmittel und Lebensmittel gehören. Diese beinhalten ein beträchtliches Gefahrenpotential für den Ver­braucher, insbesondere in der Kombination mit Dienstleistungen.

Genre: Beitrag
Streitbarer Mediziner hofft auf Telemedizin und eine Stadtflucht Kiwitter, Susanne PUBLIC 2017-07-06 lesen printer kommentar

(FP 06.07.2017) Am 28. Juli hat Dietrich Steiniger seinen letzten Tag am kreiseigenen Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch. Der Einrichtung, die er verlässt, bescheinigt Dietrich Steiniger gute Noten: "Es ist eines der letzten Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft", betont er. Und: Darüber sei er froh. "Wir haben nichts ,outgesourct', wir haben eine eigene Küche, eine eigene Physiotherapie, ein eigenes Labor", zählt Steiniger auf. Und dass das Klinikum seit diesem Jahr knapp 390.000 Euro seines Gewinns an den Träger, den Landkreis, abführen muss, findet er legitim. Der Grund: Das Geld werde ausschließlich für soziale Zwecke eingesetzt, während bei den Gewinnausschüttungen an privaten Krankenhäusern  staatliche Gelder plötzlich zu Gewinnen für Private werden. Dietrich Steiniger betrachtet seinen Berufsstand und das gesamte deutsche Gesundheitssystem stets kritisch und attestiert letzterem durchaus eine politisch akzeptierte Schieflage.

# Genre: Journalismus
Hausarztsuche in Plauen - Praxen weisen Patienten ab Geissler, Pamela - FP 03.12.2016 PUBLIC 2016-12-03 lesen printer kommentar

Das Problem der schwierigen Hausarztsuche ist verantwortlichen Stellen bekannt: "Die Versorgungsprobleme in Plauen unterscheiden sich nicht grundlegend von Problemen in anderen Regionen", sagt Carmen Baumgart, Geschäftsführerin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen. Der statistisch ermittelte Versorgungsgrad mit 60 Hausärzten in Plauen und Umgebung zur Anzahl der Versicherten liege bei 120,5 Prozent. Erst bei einem Versorgungsgrad unter 75 Prozent spricht die Kassenärztliche Vereinigung, die über Neuzulassungen niedergelassener Ärzte entscheidet, von einer Unterversorgung. Bisher sei das im Vogtland nur in Reichenbach und Umgebung der Fall, so Baumgart. Leidet die KV Sachsen an Realitätsverlust?

Genre: Journalismus
Eine seltsame Zeit - Die therapierte Erinnerung Loftus, Elizabeth und Ketcham, Katherine INFOTHEK 2016-08-25 lesen printer kommentar

Ausgelöst durch einen bestimmten Geruch oder ein Geräusch soll plötzlich die Erinnerung an schreckliche, bisher vergessene Ereignisse wieder in unser Bewußtsein dringen. In den letzten Jahren wächst die Zahl der Psychologen, die an die Existenz dieses Phänomens glauben.

Doch die Psychologin Dr. Elizabeth Loftus bezweifelt die These der wiederentdeckten Erinnerung. Vielmehr zeigen ihre Forschungsergebnisse, daß Erinnerungen manipulierbar sind oder sogar erst »erzeugt« werden können. Sie und ihre Co-Autorin Katherine Ketcham weisen nach, daß viele »wiedererlangte Erinnerungen«, die vor allem in Mißbrauchsprozessen eine entscheidende Rolle spielen, völlig freie Erfindungen von Patientinnen und Therapeuten sind.

»Ein ernsthaftes Buch, das in seiner Mischung aus Engagement und wissenschaftlicher Skepsis anregt zum Überprüfen der eigenen Reaktionen und Gefühle, wenn es um Mißbrauch geht.« (Süddeutsche Zeitung)

Genre: Monographie
Sparprogramm bringt Kassenpatienten in Lebensgefahr Fründt, Steffen - Die Welt online 21.08.2016 PUBLIC 2016-08-22 lesen printer kommentar

Die Krankenkassen wollen für die Krebsbehandlung weniger zahlen. Medikamente sollen nur noch von den billigsten Apotheken gemischt werden. Schon nach wenigen Tagen häufen sich riskante Pannen. Die AOK ist die erste von mehreren Krankenkassen, die ein Sparprogramm eingeführt haben, das schon nach wenigen Tagen zu einem ziemlichen Chaos in Deutschlands onkologischen Arztpraxen geführt hat.
Künftig sollen nur noch die billigsten Apotheker Krebsmittel mischen. Wer den Zuschlag im Ausschreibungsverfahren bekommt, darf eine ganze Region versorgen. Andere Kassen wollen es der AOK gleichtun, die DAK, Knappschaft und viele Betriebskrankenkassen etwa. Die Neuerung wird bald wohl mindestens 30 Millionen Versicherte betreffen.

Genre: Journalismus
Alternative Beratung Edwards, Harry und Stollznow, Karen INFOTHEK 2016-08-02 lesen printer kommentar

Wenn man von vier verschiedenen, fähigen Ärzten untersucht wird, so wird man erwarten, dass die Diagnosen weitgehend übereinstimmen. Wenn das zweite, dritte und vierte Untersuchungsergebnis das erste bestätigen, so wäre es sehr unwahrscheinlich, dass es sich um Fehldiagnosen handelt. Kann man Gleiches von so genannten alternativen Diagnosemethoden und denen, die diese anwenden, erwarten?

Genre: Monographie
Ein Vertragsgesetz für den Psychomarkt (Psycho-Vertragsgesetz) - Ein Schutz des Verbrauchers gegen nicht-ärztliche Praktiker Heinemann, Ingo - AGPF / in Marseille 2004 PUBLIC 2016-07-08 lesen printer kommentar

Ich nenne es Psycho Vertrags Gesetz [Psycho Contract Law]. Die AGPF fordert ein solches Gesetz seit 1984. Ein Gesetzentwurf befand sich bereits einmal im Bundestag, 1998. Damals konnte es vor Ende der Legislaturperiode nicht mehr behandelt werden. Ich hoffe, dass das Gesetz diesmal beschlossen wird. Ich hoffe weiter, dass es irgendwann auch auf europäischer Ebene übernommen wird. Dieses Gesetz soll nicht entscheiden, ob Glaube, Placebos, Informationen, Vertrauen oder Rituale helfen oder wirksam sein können. Dieses Gesetz soll auch nicht entscheiden, ob eine Methode sinnvoll ist oder Unsinn. Dieses Gesetz sagt lediglich: Wenn Placebos, Informationen, Vertrauen oder Rituale verkauft werden, dann muss der Vertrag bestimmte Mindestinhalte haben, damit der Verbraucher geschützt wird. Das Gesetz soll im Übrigen nicht für reguläre medizinische Behandlung gelten.

Genre: Beitrag
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