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Vogtländische Informations- und Dokumentationsstelle destruktive Kulte / Psychogruppen / Esoterik




Übersicht öffentlicher Beiträge zum Thema: Esoterik und Extremismus / Fanatismus - Es wurden 16 Einträge gefunden infofepa Neue Suche INFOTHEK BEENDEN

Thema dreieck Autor / Quelle dreieck Kategorie Datum dreieckdown Aktion
Anschlag in Barcelona Die Zwölf von Ripoll und die Rolle des Imam Urban, Thomas PUBLIC 2017-08-20 lesen printer kommentar

(SZ 20.08.2017) Die Täter von Barcelona und Alcanar wuchsen in Ripoll auf, einem ruhigen und etwas öden Städtchen in der Provinz. Nachbarn und Verwandte beschreiben sie als unauffällig und vermeintlich gut integriert. Maßgeblich für ihre Radikalisierung verantwortlich soll der Imam sein, der in der Moschee der Ortschaft predigte. Die Polizei in Katalonien untersucht die Rolle dieses Imam, der in Ripoll gepredigt und die Islamistengruppe zur Tat getrieben haben soll.  Möglicherweise ist der Mann gestorben, als in einem Haus in Alcanar zum Bombenbau vorgesehene Gasflaschen explodierten. Gebildet hatte sich die Gruppe nach den Erkenntnissen der Ermittler im Verlauf der vergangenen zwölf Monate. Eltern und Geschwister der Dschihadisten berichteten, sie hätten die Radikalisierung nicht bemerkt.

Genre: Journalismus
Kulte als Problem der öffentlichen Gesundheit Clark,Jone und West, Louis INFOTHEK 2017-07-29 lesen printer kommentar

Bezüglich der Organisationen, die als Kulte bezeichnet werden, besonders derer, für die das Wort "religiös" gebraucht wird, gibt es in der Öffentlichkeit zwei sehr verschiedene Vorstellungen. Die erste könnte man als "utopisch" beschreiben. Dies Wort vermittelt den Eindruck, daß es sich bei den Kulten um die Entstehung gesunder geistiger Gruppierungen handelt, gewissermaßen das Aufblühen neuer Religionen. Es schwebt uns dabei das Bild von Pilgergemeinschaften vor, die auf der Suche nach Wahrheit, innerer Erfüllung oder dem Sinn des Lebens eine Gruppe verwandter Seelen unter der gütigen Führung eines göttlich inspirierten Propheten, Gurus, Meisters oder pater familias gefunden haben; sie sind jetzt damit beschäftigt, für immer nur noch glücklich zu leben.

Die andere, diesem Bild diametral entgegengesetzte Vorstellung könnte man mit "höllisch" bezeichnen. Sie beschwört den Geist Dantes und seiner dem 14. Jahrhundert entstammenden Vision der Hölle. Wir sehen einen Ort, wo Männer, Frauen und Kinder an einen satanischen Meister gefesselt sind. Sie vertrauten in glücklicheren Zeiten auf ihn, glaubten seinen Versprechungen, aber versinken nun allmählich, kaum sichtbar, tiefer und tiefer in seinen Machtbereich und liefern ihren Besitz, ihre Kinder, ihren Körper, ja selbst ihre Seelen seinen dunklen geheimnisvollen Zielen aus.

Die meisten Kulte haben zweifellos weder mit Utopie noch mit Hölle etwas zu tun. Vielleicht sind sogar die meisten verhältnismäßig harmlos. Aber bei allen besteht die Möglichkeit, tödliche Formen anzunehmen wie beim People's Temple; viele, die im Augenblick harmlos erscheinen, fügen ihren Mitgliedern und deren Familien bereits ernstliche Schäden zu, Schäden, über die die breite Öffentlichkeit nichts weiß.

Kulte werden am besten aufgrund ihrer autoritären Struktur identifiziert, nicht aufgrund des freundlichen Bildes, das sie nach außen bieten; sie sind zu erkennen an ihren Wertmaßstäben, die sich weitgehend gründen auf Macht, Geld und die uneingeschränkte Autorität des Führers anstatt auf menschliche Belange, wahre Wohltätigkeit und geistige Bereicherung der Anhänger; sie sind zu erkennen an ihrer Geheimnistuerei, ihren eifersüchtig bewachten Grenzen und ihren strengen Regeln im bezug auf Auskunfterteilung - was für gewöhnlich in scharfem Gegensatz steht zur Vorspiegelung von Offenheit, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit.

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Genre: Beitrag
Nachtrag zumThema: "Nazi-Druide" wegen Volksverhetzung in U-Haft LVZ 26.01.2017 PUBLIC 2017-07-25 lesen printer kommentar

Stuttgart/Düsseldorf. Es ist noch gar nicht allzu lange her, da wurden sie belächelt angesichts ihrer kruden Weltsicht – doch spätestens seit den tödlichen Schüssen auf einen SEK-Beamten in Georgensgmünd im Oktober vergangenen Jahres ist die „Reichsbürger“-Bewegung zunehmend ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Offen verbreiten sie ihre rechtsextremen Ideologien. Der Experte Fabian Virchow beobachtet derartige Entwicklungen mit Sorge. Er sieht eine gestiegene Bedrohung durch Rechtsextremisten in Deutschland. Politik und Sicherheitsbehördenhaben das Phänomen sicher unterschätzt.

Genre: Journalismus
Einordnung der Anastasia-Bewegung im rechtsesoterischen Spektrum Infosekta 2016 PUBLIC 2017-06-19 lesen printer kommentar

(Infosekta,  Zürich Nov. 2016) Die Anastasia-Bewegung ist eine vor zwanzig Jahren durch Wladimir Megres Anastasia-Buchreihe ausgelöste esoterische Bewegung mit einer stark nationalistischen, verschwörungstheoretischen und rechtsesoterischenAusrichtung. Zentrale ProtagonistInnen vertreten krude Verschwörungstheorien und/oder verkehren in rechtsnationalistischen Kreisen.

Die Anastasia-Bewegung stellt eine auf zenralen estoerischen Annahmen basierende Strömung dar, getragen von der Vorstellung, dass der Geist die Materie beherrsche.Diese Vorstellung spiegelt sich auch in problematischen Gesundheits- und Krankheitsvorstellungen und den von der Bewegung vertretenen Erziehungsvorstellungen wider.

Aus der Anastasia-Bewegung ist die Schetinin-Schule in Rußland hervorgegangen.. Von dem Schetinin-Schulprojekt wurde die Lais-Bewegung auf verschiedene Weise inspiriert. Die Lais-Methode wird stark vom esoterischen GAJA-Verein gefördert, der gefährliche pseudomedizinische Vostellungen vermarktet. Dass sich ein so problematischer Verein für die Lais-Methode stark macht, hat mit den geteilten esoterischen Grundannahmen zu zun.

Personelle Überschneidungen mit und Beziehungen zu verschwörungstheoretischen oder rechten Gruppen sind nicht zufällig, sondern hängen mit dem System zusammen. Innerhalb esoterischer Referenzsysteme ist die Abgrenzung gegenüber extremeren Gruppierungen schwierig, weil sie auf den gleichen (esoterischen) Grundannahmen basieren.

In dem Beitrag wird der Frage nach gegangen, wie sich die Anastasia-Bewegung auf Vorstellungen zu Erziehung und Schule, zu Fragen rund um Gesundheit und Ernährung auswirken kann. Es wird auch auf zwei schulische Umsetzungsversuche der Anastasia-Ideologie eingegangen: auf die Schetinin-Schule in Russland und auf die von Dieter Graf-Neureuter aus Klagenfurt begründete und von der Schetinin-Schule inspirierte Laising-Methode. Anhand der Nähe des Laising zu anderen sehr problematischen  esoterischen Angeboten wird die grundsätzliche Schwierigkeit besprochen, sich innerhalb der esoterischen Szene von Vorstellungen abzugrenzen, die auf den gleichen Grundannahmen fussen.

Genre: Fachmagazin
Kampfvideos, ein Joint - schon war ein Flüchtling zum Anschlag bereit Dehl,Jörg /Knobbe, Martin /Schmid Fidelius PUBLIC 2017-06-17 lesen printer kommentar

(Spiegel 16.06.17)  Drei Flüchtlinge planten offenbar einen Anschlag auf die Düsseldorfer Altstadt. Vor dem Prozess hat einer von ihnen über seine IS-Auftraggeber berichtet - und erklärt, mit welchen Mitteln er sehr rasch Unterstützer für den mörderischen Plan fand. Sie hatten einen perfiden Plan, ein Massaker in Düsseldorf mit möglichst vielen Toten. Zwei Selbstmordattentäter sollten sich mitten in der Altstadt in die Luft sprengen. An deren vier Ausgängen sollten dann jeweils zwei weitere Terroristen warten, um die panisch fliehenden Menschen zu erschießen. So jedenfalls beschreibt es einer der Beteiligten. Der gescheiterte Altstadt-Plan gehört zu den ersten Fällen, in denen Gerichte die Geschichte von IS-nahen Asylbewerbern aufarbeiten.

Genre: Journalismus
Ein Richter, AFD und Pegida Locke, Stefan PUBLIC 2017-06-09 lesen printer kommentar

(FAZ 09.07.2017) In Sachsen wächst der Widerstand gegen die AfD-Vorsitzende Frauke Petry. Der Basis behagt es nicht, dass die Parteichefin gegen Radikale vorgeht. Im Zentrum der Revolte steht ein Verstoßener. Petry hatte sich stets um eine Distanz zu Pegida und ihrem 17-fach vorbestraften Anführer Lutz Bachmann bemüht. Maier hat solche Berührungsängste nicht. Obwohl er in Dresden als Richter am Landgericht arbeitet, macht er aus seiner Begeisterung für Systemfeinde kaum einen Hehl. Der verfassungsfeindlichen NPD zollte er einst Respekt dafür, dass sie die „einzige Partei“ sei, die „immer zu Deutschland gestanden“ habe.

Genre: Journalismus
Plötzlich ist denkbar, was eben noch als unmöglich galt Welzer, Harald PUBLIC 2017-05-18 lesen printer kommentar

(Zeit online 17.05.2017) Die üble Rhetorik der Neurechten verschiebt in Trippelschritten das Wertesystem jedes Einzelnen. Veränderungen der sozialen und physischen Umwelt werden nicht absolut wahrgenommen, sondern immer nur relativ zum eigenen Beobachterstandpunkt. Und der Veränderungsprozess ist im Alltag auf so kleine Einzelschritte und Verschiebungen in Sprache und Umgangsweisen aufgeteilt, dass es dem Einzelnen gar nicht auffällt, wie er seine Wahrnehmungen und Einstellungen mit seiner sich verändernden Welt selbst verändert. Plötzlich ist denkbar, was eben noch unmöglich galt. Shifting baselines sind gerade in Zeiten großer politischer Dynamik ein Problem, weil die Nachrichten, Begriffe, Konzepte und Provokationen so beschleunigt und vielfältig einander abwechseln, dass man kaum bemerkt, wie das, was gestern noch als unsagbar galt, heute schon Bestandteil eines scheinbar normalen politischen Diskurses ist. Genau deshalb ist die kalkulierte Grenzüberschreitung auf der begrifflichen Ebene, wie sie die Neurechten seit Jörg Haider immer wieder mit Erfolg praktizieren, so erfolgreich:

Genre: Fachmagazin
Sachsen Gericht findet keine Zeit für rechtsextreme Ultras Winter, Steffen PUBLIC 2017-03-01 lesen printer kommentar

(Spiegel 9/2017) Die Hooligangruppe Faust des Ostens terrorisiert Ausländer und Fußballfans, wird als rechtsextrem eingestuft. Seit Jahren verfolgen Ermittler die Gruppe. Doch zum Prozess kommt es nicht. An der rechten Gesinnung der Gruppe aus dem Fan-Umfeld von Dynamo Dresden gibt es keinen Zweifel. Einen solchen Klub marodierender Ultras kann der Rechtsstaat nicht dulden.Der Fall der radikalen FdO-Hooligans zeigt das Gegenteil. Seit nunmehr sieben Jahren verfolgen sächsische Ermittler die Umtriebe der rechtsextremen Gruppe. Doch die Hooligans machen unbeirrt weiter, ein Prozesstermin ist bis heute nicht angesetzt. Warum?

Genre: Journalismus
Seltsames Sterben von Zeugen im Umfeld des NSU geht weiter Eumann, Jens - FP 12.02.2017 PUBLIC 2017-02-13 lesen printer kommentar
Jetzt gibt es den sechsten Todesfall bei Zeugen, die die NSU-Verbindung nach Baden-Württemberg und so zum Polizistinnen-Mord schildern sollten.  Es traf Corinna B. aus Ludwigsburg. Als Baden-Württembergs Untersuchungsausschuss jetzt die Zeugin Corinna B. laden wollte, bekam er vom Meldeamt den Hinweis, sie sei am 2. Februar verstorben. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, teilte der Ausschuss mit. Ein halbes Jahr zuvor war in Baden-Württemberg bereits ein anderer Zeuge ums Leben gekommen - am Tag seiner geplanten Vernehmung.
Genre: Journalismus
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