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Esoterik- und Psychomarktkritik - Presseschau und Kurznachrichten



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lesen longdesc= printer kommentar 2019-03-20 „Anastasia“-Bewegung Rechte Tendenzen in der Esoterik

(MZ 12.03.2019) Wer auf ein Festival der „Anastasia“-Bewegung geht, kann verschiedene Dinge lernen: Herzens-Meditation, das Herstellen von Wildkräutersaft oder Traumfänger basteln. Er kann aber auch - wie im September 2017 in Mittelthüringen nahe Kölleda - Workshops von Menschen besuchen, die antisemitische oder verschwörungstheoretische Ideen verbreiten. Die Ideen der „Anastasia“-Bewegung, die auf eine Buchreihe des russischen Autors Vladimir Megre zurückgeht, klingen auf den ersten Blick nach alternativen Lebensentwürfen und Ökologie. Eine zentrale Idee der Bücher ist, dass jede Familie ein Stück Land hat und bewirtschaftet, die sogenannten Familienlandsitze. Doch wer einen genauen Blick in die Texte wirft, stößt auch auf antisemitische und verschwörungstheoretische Ideen.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-03-15 Manipuliert wird nur wer will (??)

(Zeit 14.03.2019) Jeder kann heute Opfer von Desinformations-Kampagnen im Netz werden, das zeigt das Beispiel von Richard Gutjahr.  Fake-News ist dafür zum geflügelten Begriff geworden. Er meint alle erdenklichen Phänomene von halb oder überhaupt nicht mehr den Tatsachen entsprechenden Meldungen. Das Problem: Selbst wenn man die Menschen mit der Wahrheit konfrontiert, wollen sie manchmal lieber das glauben, was sie gelesen oder wiederhohlt gehört haben. Faktenchecks erreichten fast nie die betroffenen  Nutzerinnen und Nutzer, heißt es in einer vom European Research Council geförderten Studie (Guess et al., 2016).  Fake-News beeinflussen uns zwar weniger als gedacht, doch die Masse ungefilterter Infos und neue Technologien stärken Verschwörungstheorien. Was stimmt, wird zunehmend egal.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-03-14 Thüringer Neonazis haben in den 90er Jahren die Polizei ausgespäht

(TLZ 14.03.19) Neonazis des Thüringer Heimatschutzes (THS) hatten in den 90er Jahren die Polizei aufgeklärt. Ein Zeuge aus der Szene sprach am Donnerstag vor dem NSU-Untersuchungsausschuss von „Gegenaufklärung“. Direkte Bedrohungen von Beamten soll es aber nicht gegeben haben. In den 90er Jahren soll bei der Thüringer Polizei eher eine sympathische Grundstimmung gegenüber der rechtsextremen Szene geherrscht haben, so der Zeuge.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-03-14 Wie ein buddhistischer Populist Tausende ins Allgäu lockt

(AA 03.08.2018) Der Mann, der immer wieder erzählt, dass er gerne schnell Auto fährt und Fallschirmspringer war, gründete eigenen Aussagen nach 667 Buddhismus-Zentren. Im Allgäu gibt es neben Immenstadt noch Schwarzenberg sowie kleinere Gemeinschaften in Kempten, Füssen und Kaufbeuren. Viele Diamantweg-Anhänger schätzen, dass sie sich nicht in ein Textstudium vertiefen müssen, sondern auf dem Weg zum Lebensglück und der erhofften Erleuchtung direkt in die Meditierpraxis einsteigen können. Bei Auftritten Nydahls strömen die Anhänger massenhaft herbei. Nydahl ist auch in buddhistischen Kreisen nicht unumstritten. Nydahl lässt sich durch keine Kritik beirren.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-03-09 Man muss rechtzeitig Halt rufen - Orbán experimentiert mit der Abschaffung der Freiheit

(SZO 09.03.2019) Es muss vieles geschehen, bis sich eine ehrwürdige Akademie, die vor fast 200 Jahren gegründet wurde und dem geistigen Fortschritt der Nation verpflichtet ist, mit einem verzweifelten Protest an die europäische Öffentlichkeit wendet. Viktor Orbán hat mitten in Europa ein staatliches Versuchslabor eröffnet, in dem keineswegs im Geheimen mit der Abschaffung der bürgerlichen Demokratie experimentiert wird. Das Produkt ist unter dem paradoxen Markennamen "illiberale Demokratie" patentiert, was eine geniale Formulierung aus der Abteilung für politische Propaganda ist, so sinnwidrig, als würde sich Algerien als "liberale Diktatur" anpreisen.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-03-08 Ausstieg aus dem "Gesundheitshaus Metatron" Liepe

(sektenwatch 2018)  X. leidet seit längerem an einer bipolaren Störung, der „Krankheit der Kreativen“, wie diese manisch-depressive Erkrankung auch genannt wird. Im Sommer 2013 macht er eine akute Phase durch. Nach mehreren Psychiatrieaufenthalten verweist ihn eine befreundete Ärztin an ein „Gesundheitshaus“, eine Autostunde westlich von Berlin. Die Medizinerin absolviert dort selbst eine berufsbegleitende Homöopathie-Ausbildung. X. hat inzwischen den Ausstieg aus dere Gruppe geschafft. X.will darüber aufklären und Öffentlichkeit schaffen, vielleicht eine Selbsthilfegruppe für Aussteiger und Betroffene des „Projekts“ ins Leben rufen. Neben Job und Therapie genießt der 41-Jährige seine wiedergewonnenen Freiheiten.

(VIDS 03.19) Der Gutspark Liepe, 2006 eine Außenstelle der Landesgartenschau Rathenow, war einer der Magneten in der Region. Zuvor wurden etwa 500.000 Euro für die Neugestaltung und Ertüchtigung der im Jahre 1852 durch den preußischen Hofgärtner Gustav Adolph Fintelmann gestalteten Anlage aufgewendet – aus Mitteln der Landesförderung Brandenburg, also aus Steuergeldern!!! Der Förderverein Westhavelland mühte sich um dessen Erhalt, dennoch verlor der einstige „Tourismusmagnet“ schnell seine Kraft. Manfred Bölle vom Förderverein Westhavelland sah es als geeignete Lösung,  dieses Objekt im Sommer 2010 an den Verein „Leben aus der Mitte e.V.“ zu übertragen und unterlag damit auch dem Mainstream einer Wohlstandsgesellschaft,  welche auf der Sinnsuche ihr Heil im Schamanen- und Druidentum sucht.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-03-01 Pressefreiheit - Augen zu und durch

(Correctiv 28.02.2019) Bundesjustizministerin Katarina Barley plant ein Gesetz, das die Pressefreiheit und Informationsfreiheiten der Bürger einschränkt. Der Gesetzesentwurf gipfelt in der Absurdität: Die Arbeit von Journalisten sei in der Regel gerechtfertigt. Aber ermittelt werden darf schon. Aus einer guten EU-Richtlinie  wird in Deutschland ein Risikogesetz für Journalistinnen und Journalisten, ein direkter Angriff auf unsere Demokratie. Die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl sieht sich massiver Kritik ausgesetzt, auch aus der eigenen Partei. Ein Report über die Entstehung eines Gesetzes.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-02-24 Hildburghausen: Bürgermeister druckt Nazi-Anzeige im Amtsblatt ab

(SPON 24.02.2019) Im Amtsblatt von Hildburghausen steht unkommentiert eine historische Nazi-Anzeige, die ein Bombardement der Alliierten als "Terrorangriff" schmäht. Die Region hat mit Rechtsextremen schon länger Probleme. Über der Anzeige, die im amtlichen Teil des "Hildburghäuser Stadtanzeigers" erschienen ist, erinnert der Bürgermeister, Holger Obst (CDU), in einem kurzen Text an die Luftangriffe. Die NS-Anzeige bleibt unkommentiert. Neben der Anzeige sind zwei Fotos der Trauerfeier vom 2. März 1945 zu sehen, ebenfalls ohne Kommentar.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-02-22 Moderne Reaktionäre

(MIZ 4/18) Anthroposophie polarisiert. Das erfährt schon, wer mit Menschen spricht, die eine Waldorfschule besucht haben. Das könnte daran liegen, dass es sich bei der Waldorfpädagogik letztlich nicht um ein pädagogisches Konzept handelt, sondern um den Teilbereich einer religiösen Weltanschauung: der Anthroposophie. Maßgeblich sind die Vorstellungen Rudolf Steiners (1861-1925), wie die Welt und der Mensch darin funktionieren. Und die orientierten sich weniger am Stand der Wissenschaften seiner Zeit als am Okkultismus des 19. Jahrhunderts. Die MIZ nimmt 100 Jahre Waldorfschule zum Anlass,  wieder einmal einen Blick auf Theorie und Praxis der Anthroposophie zu werfen.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-02-21 Rechtsextreme Partei buhlt um Gunst der Kinder

(FP 21.02.2019) Der "III. Weg" hat in zwei Jahren die Mitgliederzahl in Sachsen verdoppelt. In Plauen geben die Neonazis Hausaufgabenhilfe und Selbstverteidigungskurse. Die Schwerpunktregionen lagen in Plauen, Zwickau und Chemnitz. In Plauen, wo der "III. Weg" ein Büro betreibt, folgt die Partei inzwischen einer Strategie, die einst von der NPD etabliert wurde: Sie bringt sich als sozialer Kümmerer in Stellung. Örtliche Initiativen, die gegen Aufmärsche der Partei in aller Regel trommeln, sahen sich bislang nicht in der Lage, sozial bemäntelten Aktionen des "III. Weges" Wind aus den Segeln zu nehmen.

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lesen longdesc= printer kommentar 2019-02-09 KSK-Soldaten sollen Waffendepots für "Tag X" anlegen - Hannibals Schattenarmee

(TAZ 12/18, T-online 09.02.19) Die Hinweise auf eine rechtsextreme Schattenarmee werden dichter: Nun packt ein ehemaliger Soldat gegenüber dem SWR aus. Er spricht von Waffendepots und Mordplänen. Laut einem ehemaligen Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) planen aktive und ehemalige Soldaten der Bundeswehr-Kommandoeinheit gemeinsam mit Polizisten aus Spezialeinheiten die Destabilisierung der Bundesrepublik. Gegenüber dem SWR packte der Insider anonym aus: Über den Ehemaligen-Verein "Uniter" habe er in seiner aktiven Soldatenzeit angeworben werden sollen. Seit einem Jahr recherchiert ein Team der taz zu der Frage: Gibt es ein rechtes Untergrundnetzwerk in Deutschland, in dem sich Regierungsgegner vernetzen, radikalisieren und gezielt auf bewaffnete Kämpfe vorbereiten? Gibt es ein Netzwerk, das hineinreicht in deutsche Behörden, in Verfassungsschutzämter und bis in die oberen Etagen der Bundeswehr?

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