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Vogtländische Informations- und Dokumentationsstelle destruktive Kulte / Psychogruppen / Esoterik





Autor / Datum / Thema /Status Heinemann, Ingo - AGPF / 2017-08-01 13:44 / Aus dem Archiv der AGPF: Bhagwan-Osho: Sex, Rolls-Royce und Waffen / INFOTHEK printer Beenden
Zusammenfassung

Bhagwan war der Prototyp des Gurus.  Sein Geschäft beruhte auf Provokation um jeden Preis. Seine Anhänger haben ihre uniforme rote Kleidung abgelegt und nennen Bhagwan jetzt Osho. Die sich einst als Misfits bezeichneten, sind heute das Establishment des Psychomarktes.



Bhagwan-Osho: Sex, Rolls-Royce und Waffen - Bhagwan war der Prototyp des Gurus.

Sein Geschäft beruhte auf Provokation um jeden Preis. Seine Anhänger haben ihre uniforme rote Kleidung abgelegt und nennen Bhagwan jetzt Osho. Die sich einst als Misfits bezeichneten, sind heute das Establishment des Psychomarktes.

 



Mohan, Bhagwan, Osho

  • Rajneesh Chandra Mohan, geboren 1931, gestorben 1990, genannt zunächst Bhagwan, dann Osho.
  • In Pune (Poona) in Indien betrieb Bhagwan ab 1974 das später "grösste Therapiezentrum der Welt" mit vorwiegend westlichen Kunden.
  • In Deutschland hatte Bhagwan angeblich 40.000 Anhänger und 70 "spirituelle Zentren". Weltweit sollen es 350.000 Anhänger gewesen sein (RajneeshTimes 13/1983).
  • 1981 von Indien nach Oregon (>>), dort beim "Friedensfest" von 1983 angeblich 15.000 Teilnehmer (Rajneesh Times 9/1983).
  • Bhagwan gründete seine eigene Religion und widerrief diese (>>).
  • Bhagwan war in  den USA in Straftaten verwickelt, 1986 auf der Flucht verhaftet, verurteilt, ausgewiesen und zog zurück nach Pune. Bhagwan wies seine Anhänger an, "in  den Untergrund zu gehen".
  • Ab 1989 nannte er sich Osho, gestorben 1990, angeblich wegen Vergiftung durch die US-Regierung (>>).*

 
 

Osho-Bhagwan heute

Spiegel Nr. 22/2012 vom 26.5.2012 

  • Hausmitteilung Betr: Guru  "Streit um das Erbe. ... Die Führungsclique in Pune will nur noch Monopoly spielen und Geld machen"
  • Esoterik: Im Bann des Weissbarts  "Er war erst der Sex-, dann der Rolls-Royce-Guru. 22 Jahre nach dem Tod des Mystikers leben seine Ideen in Hunderten Meditationszentren fort – und in Deutschland sogar in Kommunen."

 

Bhagwans Anhänger haben ihre uniforme rote Kleidung abgelegt und nennen Bhagwan jetzt Osho. Die sich einst als Misfits bezeichneten, als Unangepasste, sind heute das Establishment des Psychomarktes.
Zentrum der Bewegung in Deutschland ist noch immer Köln. Leiter ist noch immer  Robert Doetsch alias "Ramatheerta". atharina Wulff-Bräutigam (>>) stellte ihm Fragen für einen Film von Focus-TV, der am 26.6.2005 bei VOX im dtcp-Kiosk gesendet wurde. Im Film heisst es, Ramateertha leite seit 20 Jahren das Sannyas-Zentrum in Köln. Dieses habe zeitweilig bis zu 400 Leute beschäftigt.  "Wenn du das rein zahlenmässig siehst, glaube ich, ist das heute mehr, nur dass wir optisch nach aussen hin nicht mehr so auffallen, wie durch das Rot zum Beispiel. Wenn du heute hier im belgischen Viertel alle Sannyasins, oder alle Leute, die mit Osho verbunden sind, in Rot kleiden würdest, dann würden, glaube ich, einige hier in Ohnmacht fallen.  Und es ist auch erstaunlich, wo du die dann alle überall wiederfindest, im Familienstellen oder bei anderen Organisationen, die irgendwie mit Therapie oder mit der Arbeit mit Menschen verbunden sind. Das ist unglaublich, wie sich das aufgefächert hat und wie diese Qualität von Meditation sich in viel mehr Bereiche einfach hinein entwickelt".
 
Robert Doetsch ist 2006 Geschäftsführer der Osho Verlag GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 18583, Ersteintragung 14.10.1988. Geschäftszweck:

 

"Verlag und Vertrieb von Druckerzeugnissen und audiovisuellen Medien, der Betrieb eines Pressebüros, der Groß- und Einzelhandel mit
a) Elektronikgeräten und -zubehör.
b) Waren aller Art, soweit es hierzu keiner besonderen Genehmigung bedarf;"

Robert Doetsch ist ausserdem Vorstand des Vereins Osho Lotus Commune e.V., eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln unter VR 8029, Ersteintragung 10.02.1981. Als Berufsbezeichnung ist für Robert Doetsch dort eingetragen: "Doetsch, Robert, Arzt, Köln".

Robert Doetsch war  1985 Gründungs-Geschäftsführer der Firma Rajneesh Institut für spirituelle Therapie und Meditation GmbH, 1990 umbenannt in OSHO UTA Institut für spirituelle Therapie und Meditation GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB  16012, Ersteintrag 11.03.1985. "Jährlich buchen dort 10.000 Frauen und Männer Therapie- und Meditationskurse" (Spiegel-Wissen Nr. 2/2013 S. 92). Geschäftszweck nach Eintrag vom Juli 2005:

"Betrieb eines Institutes für spirituelle Therapie und Meditation im Sinne der Lehren von Bhagwan Shree Rajneesh, einschließlich der für diesen Zweck erforderlichen und der diesen Zweck fördernden Aktivitäten."

Verena Hasel berichtet im Tagesspiegel vom 12.9.2009 unter dem Titel "Rote Socken" über einen anderen Zweck der Kölner Bhagwan-Filiale im Konzern. "Seine Jünger warfen Blumen, danach wurden sie von der Peace Force, der mit Revolvern ausgestatteten Privatpolizei, zurück zur Arbeit getrieben". Als das nicht mehr ausreichte, wurde eine Mutter samt Sohn nach Köln versetzt:

  • "Damit sie lerne, ein guter Sannyasin zu sein, müsse sie in die Kölner Kommune. "Dort“, sagt Guest [der Sohn], "in einer Wohnung mit 20 Kindern, die ich nicht verstand, bin ich ganz verstummt.“ Er fand einen Platz hinter 50 Matratzen, wenn er sich da durchquetschte, konnte er allein sein und lesen. Seine Mutter war oft zwangsweise allein, Ramateertha, der Kommunenleiter, sagt Guest, habe ihr verboten, mit den anderen Engländern zu essen – vielleicht weil Sheela ihm aufgetragen hatte, die Neue zu disziplinieren. "Köln war die Deponie für alle Rebellen“, sagt Guest. Er erinnert sich noch an Ramateerthas langen Bart. "Es gab da diese Sannyasin-Regel: Je länger der Bart, desto wichtiger der Mann.“

2009  erklärte Ramateertha-Doetsch der Jounalistin, man habe damals "ein 'Caring' gehabt, eine Fürsorglichkeit, so habe jeder, der nachts von der Arbeit aus der Bhagwan-Disko kam, noch ein Ei gebraten bekommen." Das habe dann Sheela unterbunden. Die allerdings, so Doetsch, sei lediglich Bhagwans Instrument gewesen. Der wiederum habe keineswegs sein Luxusleben im Sinn gehabt, sondern ein "gigantisches Lehrstück“ über die Entstehung faschistoider Strukturen: "Wir alle waren Sheela. Wir alle waren Hitler. Wir alle haben den gleichen Despoten in uns.“

Das entspricht der Sprachregelung, die 1985 ausgegeben wurde. Die Rajneesh Times vom 27.9.1985 schrieb:
"Was ich nicht gemerkt habe, was ich eigentlich hätte merken sollen und gern gemerkt hätte, daß ich das Vergnügen hatte, am Lehrstück eines erleuchteten Meisters teilzuhaben. Ich habe meine Eltern immer gefragt, wie es im III. Reich soweit kommen konnte. Diese Frage ist beantwortet."

 

Aus: Connection Nr. 10+11/1987 Seite 6, Interview mit Rainer Langhans, "Wir können über Meisterschaft nicht reden, ohne über Hitler zu reden". 



Frage: "Würdest Du sagen, dass die Motivationen, aus denen sich die Deutschen Hitler hingegeben haben, denen ähnlich sind, aus denen sich Deutsche Bhagwan hingegeben haben? 
Langhans: Selbstverständlich. Das ist genau das gleiche.

 

 

 Aus: Colin Goldner: Die Psycho-Szene, 2000, Seite 47. Zum Buch mehr unter http://www.AGPF.de/Goldner.htm    


Zu den führenden Anbietern von Therapie- und Selbsterfahrungsworkshops zählen die Zentren der Osho-Rajneesh-Bewegung. Es gibt buchstäblich kein Verfahren der Szene, das nicht von den Rajneeshees kopiert und, versehen mit Phantasienamen oder zumindest mit dem Präfix "Osho", ins eigene Sortiment eingepaßt würde. Die Rajneesh-Anhänger (= Sannyasin) gelten zudem als Meister im Erfinden immer neuer Kombinationen und Begriffsvarianten, so daß ihre Angebotspalette den Eindruck unendlicher Verfahrensvielfalt erweckt. Meist werden die eingesetzten Methoden nicht beim Namen genannt, sondern unter blumigen Seminartiteln versteckt: "Die Alchemie der Transformation", "A Short Course in Essence", "Herzberührungen", "Osho Talking to Your Body and Mind", "Self-Acceptance". Inhaltlich sind die drei- bis fünftägigen Kurse völlig austauschbar, es geht durchwegs um eine (ins Belieben des jeweiligen "Therapeuten" gestellte) Mixtur aus bioenergetischen Übungen, Encounter, Massage, Atemarbeit, Primärtherapie und Rajneesh-spezifischen Meditationen. Allerdings gibt es auch zielgerichtete Angebote wie "Im Garten der Liebe" (Tantra), "Ein Regenbogen von Düften" (Aromatherapie), "Ins Leben atmen" (Rebirthing) oder schlicht "Osho Primal", "Osho Feng Shui", "Osho Enlightenment Intensive" (3 Tage/450 Mark). Konzipiert werden die Angebote der einzelnen Osho-Zentren im Hauptquartier der Bewegung im indischen Poona (von heutigen Sannyasin Pune [sprich: Pjuun] genannt), etwas südlich von Bombay gelegen. Die dortige Osho Commune International gilt als das meistfrequentierte Therapiezentrum der Welt, in das jährlich zehntausende von Menschen, vor allem aus Westeuropa, den USA und Japan, strömen. Die faschistoiden Verhältnisse, die die Kommune in den 1980ern kennzeichneten - während ihres Aufenthaltes in Oregon/USA war sie zu einer totalitär strukturierten kriminellen Vereinigung [einschließlich schwerbewaffneter "Peace-Force"-Truppen] mutiert -, haben dem massenhaften Zulauf nach ihrer Rückkehr nach Poona keinerlei Abbruch getan.180    
Neben den Gruppenangeboten können auch Einzelsitzungen gebucht werden (ab 120 Mark pro Stunde). In einem Veranstaltungskatalog des Münchner Osho-Centers preisen nicht weniger als sechzig Therapeuten ihre jeweils sehr unterschiedlichen Dienstleistungen an. Ungeachtet der Tatsache, daß kaum einer davon zu deren Ausübung befugt ist, läßt auch die Frage nach inhaltlicher Qualifikation so manchen Zweifel aufkommen: Eine gewisse "Alvina" etwa - die meisten Rajneesh-Anhänger firmieren unter ihren Sektennamen - hält sich als "Spezialistin in Metaphysical Surgery der Osho Academy in Sedona" für hinreichend befähigt zu therapeutischem Tun; desgleichen die selbstakklamierte Sexualtherapeutin "Vasumati": Immerhin, wie sie in einem Programm von 1997 anführt, sei sie "unter Anleitung von Osho" tätig (der 1990 gestorben ist).181 Interessant ist auch die therapeutische Qualifikation einer "Mahamudra" Messerschmidt, die als Leiterin des Osho-Manjusha-Zentrums bei Dresden u.a. "Transsensuales Counselling" anbietet: Nach ihrer Initiation als Schülerin Oshos, so Mahamudra über Mahamudra, habe "in Meditation alte spirituelle Weisheit wieder in das Bewußtsein aufzusteigen [begonnen], und der Wunsch nach dem Teilen aller Erfahrungen wurde zum Lebensinhalt". Nachprüfbare Qualifikation: Fehlanzeige.182    

Selbstverständlich wird an den Osho-Rajneesh-Zentren auch "Therapieausbildung" durchgeführt: So kann man etwa in zweieinhalb Wochen das "NLP Practitioner & Osho Hypnose Training" absolvieren (2.800 Mark) oder sich in 2x9 Tagen in "Osho Pulsation" (Neo-Reichianische Atem-, Körper- und Energiearbeit) qualifizieren (3.180 Mark). Auch ein vergleichsweise umfängliches Training von 2x30 Tagen zum "Osho Rebalancer" steht im Angebot (13.180 Mark). Entscheidend ist, daß die "Ausbildungen" und "Trainings", unabhängig von ihren jeweiligen Inhalten, zu nichts befugen, die verliehenen Urkunden und Zertifikate haben rechtlich keinerlei Wert. Ausbildungsträger, die nicht ausdrücklich darauf hinweisen, daß ihre Trainings keine Erlaubniserteilung zur Ausübung der Heilkunde beinhalten - daß die Teilnehmer also das, was sie möglicherweise lernen, anschließend nicht auszuüben befugt sind -, verstoßen im übrigen gegen geltendes Recht.  

 
 

 

Ex-Sannyasin und ehemalige Bhagwan-Anhänger

Der ehemalige Bhagwan-Anhänger  Burcado Nowak führt unter http://satjam.wordpress.com einen Blog. Er erklärt:

  • "Mein Guru, das habe ich nach siebzehn Jahren mühsam herausgefunden, war kein Guru, kein Bhagwan, kein Osho. ... Osho führte eines der gemeinsten spirituellen Verbrechen durch, dessen sich ein Mensch schuldig machen kann. Es ist ein absoluter Machtmißbrauch, Jüngerinnen und Jünger auf unsichtbare Weise zu manipulieren und zu mißbrauchen. "

Aus einer Rezension zu Flöther: Der Todeskuß. Wahn und Wirklichkeit der Bhagwan- Bewegung:

  • "Als Ex-Sannyasin und Anhänger Oshos zu einer Zeit als dieser schon längst gestorben war, Jahrzehnte später, überkommt mich das Schaudern wie klar der Autor ein faschistoides System durchschaut und beschreibt."

 
 

Das aktuelle Buch: "Bhagwan, Che und ich"

Seinen Ruf als "Sex-Guru" hat Bhagwan sich nicht durch eigene Aktivitäten erworben, sondern durch die von ihm geförderten Aktivitäen in der Gross-Kommune in Poona/Indien, auch als Therapiezentrum bezeichnet. Ein Buch macht deutlich, warum dieser Ruf zu Recht bestand und dass es auch um Kinder ging.

Die Autorin Katharina Wulff-Bräutigam ist heute Dokumentarfilmerin. Von ihr stammt der oben zitierte Film.

Katharina Wulff-Bräutigam: Bhagwan, Che und Ich    
Droemer, 2005, 270 Seiten    

Es gibt kaum Bücher, die das Innenleben des Bhagwan-Kultes schildern. Erst recht keine aus der Sicht der Kinder. Nicht nur das macht dieses Buch wertvoll. Angenehm zu lesen ist es ausserdem. Die sexuellen Aspekte werden unaufdringlich abgehandelt.    
Die Eltern der Autorin begannen als 68er. Der Vater gründete einen Verlag, die Mutter war unzufrieden und landete 78 bei Bhagwan in Poona. Geschildert wird das Innenleben von Poona bis Oregon.     
Die Sicht des Kindes verdeutlicht  die Methode des Umganges mit den Anhängern, sei es als Mitarbeiter oder Therapie-Kunden. Mit unterschiedlichen Methoden wurde Druck ausgeübt bis zur Gewalt und dadurch seelische Spannung erzeugt. Die Lösung dieser Spannung wird dann je nach Situation und jeweiliger Übung als Belohnung oder Heilung empfunden.    
Kinder hatten einerseits Freiheit, andererseits kaum Eltern-Bindung. Erwünscht war, dass sie sich ihre Eltern im Ashram selbst aussuchen. Sie wurden alsbald wie Erwachsene behandelt, Kinderarbeit war üblich. Die Betrachtung von 50 Paaren beim Massen-Geschlechtsverkehr während einer "Therapie" wurde nicht beanstandet. 16,jährige Mädchen liessen sich sterilisieren, wie von Bhagwan gewünscht. Erwachsene Männer konnten "ihre Sexualität bei 13-jährigen Mädchen" ausleben (S. 174).     
Zusätzliche Glaubwürdigkeit gewinnt das Buch dadurch, dass die Autorin das weitere Leben ihrer Protagonisten bis heute schildert. Sie erwähnt jene, die Bhagwan für ihr Scheitern verantwortlich macht und jene, die bis heute Bhagwan-Anhänger sind.    

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Von Indien nach Oregon

Rajneesh Chandra Mohan, geboren 1931, gestorben 1990.  Er nannte sich 1969 Bhagwan, Gott. In Poona in Indien betrieb er ab 1974 das später "grösste Therapiezentrum der Welt" mit vorwiegend westlichen Kunden. Markenzeichen: Sex. In Deutschland hatte Bhagwan 40.000 Anhänger und 70 "spirituelle Zentren".

Nach Problemen mit dem Finanzamt in Indien verlegte Bhagwan 1981 sein Zentrum nach Oregon/USA, präsentierte sich dort mit fast hundert Rolls-Royce als "Guru der Reichen". Der "Stern" berichtete 1985 über den "Sektenstaat". Bhagwan gründete seine eigene Religion und widerrief diese. Er wurde in  Straftaten verwickelt, auf der Flucht verhaftet, verurteilt, ausgewiesen.

1986 war Bhagwan zurück in Poona/Indien. Ab 1989 nannte er sich Osho. 1990 starb Bhagwan, erst 59jährig. Todesursache war nach Behauptung seiner Anhänger eine Vergiftung durch die US-Regierung. Seine frühere Chef-Verwalterin Sheela berichtete später, er sei tablettensüchtig gewesen. Bis heute hält sich das Gerücht, Bhagwan habe Selbstmord begangen, nachdem seine Lebensgefährtin Vivek sich kurz zuvor getötet hatte.


 Waffen:   Längst hatte Bhagwan den Gemeinderat ausgebootet, eine eigene Polizeitruppe installiert.    
"Guarding the Guru", "Den Guru bewachen" lautet die Erklärung zu diesem Foto aus der Dokumentation "For love and money" (http://www.AGPF.de/Bhagwan-USA-Presse.htmder Tageszeitung The Oregonian
 
 

 Ende 1985 später titelt die Tageszeitung "The Oregonian" in einer Beilage:   
"On the road again" - wieder unterwegs.   
Bhagwan hatte am 14.11.1985 ein Geständnis abgelegt und war verurteilt und ausgewiesen worden.    
 

   

Bhagwan und "seine" Religion

AGPF 1997 :

"Bhagwan nannte sich Osho und starb 1990, erst 59 Jahre alt. Kurz vorher hatte seine langjährige Lebensgefährtin Vivek Selbstmord begangen, auch sie offensichtlich seit langem Tablettensüchtig.   
   Offenkundig haben viele seiner Anhänger ihn als Gott verehrt. Sheela funktionierte diese Verehrung in eine Religion um, als es galt, Bhagwan vor der Ausweisung durch die amerikanischen Behörden zu bewahren. Bhagwan selbst hatte für Religionen zuvor nur Hohn und Spott übrig gehabt. In Oregon hatte man durch eine Wahl in einem zuvor nur dünn besiedelten Gebiet staatliche Macht übernommen. Jetzt wurde die in den USA vorgeschriebene strikte Trennung von Kirche  und Staat sorgfältig inszeniert. Bhagwan habe von nichts gewußt, hieß es später. Sheela: Es hat immer alles bis ins letzte Detail gewußt und geplant."

Bhagwan im Interview mit Kirk Braun (Rajneesh Times Nr. 15/1983 ("Jetzt oder nie - der Quantensprung"):   "Der Rajneeshismus ist nicht eine Religion wie das Christentum, wie Hinduismus, Buddhismus usw. Das Wort "Religion" darf man nicht mißverstehen. Es beweist nur die Armut unserer Sprache. Um die genaue Wahrheit zu sagen, ist der Rajneeshismus eine religionslose Religion.  
Anders gesagt: er ist eine Art Religiosität; kein Dogma, kein Kult oder Glaubensbekenntnis, sondern nur eine Lebensqualität, ein Lebensklima der Liebe, Stille, Meditation und Andacht. ...  
Ich bin alle Wege gegangen und habe die Wahrheit durch alle Fenster gesehen. Das, was ich heute sage, wird immer gültig bleiben, weil ihm nichts mehr hinzugefügt werden kann. ...  
Ich spreche über die ganze Wahrheit, darum ist die Zukunft meiner Religion unbegrenzt. Alle anderen Religionen werden in ihr verschwinden, so wie alle Flüsse im Meer verschwinden."

 

Aus: AGPF  AKTUELL 1/91  6.6.91  http://www.AGPF.de/akt91-1.htm    



Merkwürdigkeiten um Bhagwans Tod   

Die Rajneesh-Bewegung wirft der amerikanischen Regierung vor, Rajneesh Chandra Mohan (bekannt zunächst als Bhagwan, dann als Osho) vergiftet zu haben. Ein Vorwurf, den bereits Mohan selbst erhoben hatte. Mohan Ende 1987 über seinen Arzt:   

"Dr. Amritos eigene Nachforschungen ... und er ist ein Genie in Sachen medizinische Wissenschaft. Er ist Mitglied der Royal Society of Physicians in England, und er ist ein seltner Fall in dem Sinne, daß er der Jüngste ist, den die Royal Society of Physicians jemals als Mitglied aufgenommen hat. Er hat alle höchsten Qualifikationen. Seine eigenen Untersuchungen beziehen sich auf ein viertes, sehr selten benutztes Gift. Der Name des Gifts ist "Fluorocarbon". Dieses Gift verschwindet sofort. Schon nach Minuten lassen sich keine Spuren mehr im Blut oder im Urin nachweisen, aber die Symptome weisen darauf hin. Es spielt keine Rolle, welches Gift man mir gegeben hat, aber es ist sicher, daß ich von der amerikanischen Regierung Ronald Reagans vergiftet worden bin".   

Gift spielte schon in der Ranch in Oregon eine Rolle, zunächst als Paradies auf Erden gefeiert, dann von Mohan selbst als Konzentrationslager entlarvt, errichtet angeblich von seiner Sprecherin Sheela Silverman. Diese wurde schließlich wegen des versuchten Giftmordes an Mohans Arzt Swami Devaraj angeklagt. Dieser war auch der Haupt-Belastungszeuge. Vor Gericht auftreten mußte er nicht: Sheela einigte sich -das ist in den USA möglich und üblich- auf eine Freiheitsstrafe von vier Jahren. Angesichts der Schwere der ihr vorgeworfenen Straftaten eine überaus milde Strafe.   

Die AGPF hat inzwischen herausgefunden: Devaraj und Amrito sind ein und dieselbe Person: Dr. George Meredith. Er ist heute wichtigster Sprecher der Bewegung und somit Profiteur von Mohans Tod.   

In IDK - INFORMATIONEN DESTRUKTIVE KULTE IV/90 hatte die AGPF berichtet, daß Mohans Lebensgefährtin sich kurz vor seinem Tod selbst getötet hat. Hier ist klarzustellen: Sie ist am 9.12.89 gestorben, Mohan am 19.1.90. Es heißt, sie habe sich nach langer Depression und Tablettensucht mit einem Schlafmittel vergiftet. Bemerkenswert: Während Mohan seine gestorbenen Anhänger üblicherweise nachträglich als Erleuchtete bezeichnete und ihnen eine große Feier ausrichten ließ, wurde der Tod seiner Lebensgefährtin diskret verschwiegen. Allerdings hat er sich auch nie zu ihr bekannt. Vielmehr wurde sie stets als seine Krankenschwester dargestellt.   

Eines ist jedoch sicher: Niemand hätte genauere Aussagen über eventulle Symptome der angeblichen Vergiftung durch die amerikanische Regierung machen können. Denn äußerlich anzusehen war Mohan nichts.   

Natürlich hätte auch eine Untersuchung der Leiche Beweise erbringen können. Aber Dr. Meredith hat Mohans Leiche schon wenige Stunden nach seinem Tod verbrennen lassen. Einen Grund dafür gab es nicht. Mohan liebte gekühlte Räume, Kühlanlagen gab es also.   

Ein Journalist fragte Dr. Meredith zwei Tage später in einer Pressekonferenz: "Was Oshos Gesundheit in den letzten Jahren betrifft und insbesondere die Behauptung, er sei vergiftet worden und so weiter: Haben Sie sich bewußt entschieden, keine Autopsie vorzunehmen und nicht zu versuchen, die Gifte, die sich möglicherweise in seinem Körper befanden, nachzuweisen?".   
   

Die Antwort des Arztes: "Ich habe ihn einfach gefragt, was wir tun sollen. ... ob er möchte, daß wir einen Kardiologen holen. Er wollte es nicht. Ich sagte ihm, daß er meiner Meinung nach im Sterben liege. Er nickte einfach".   

Die Frage nach der unterbliebenen Autopsie wurde also nicht beantwortet. Nachprüfen kann diese Behauptungen des Arztes natürlich auch niemand. Wenn er an Mohans Tod beteiligt wäre - mit oder ohne dessen Willen - hätte er wohl kaum etwas anderes gesagt.   

Die einzige Zeugin, die über Mohans Zustand hätte Auskunft geben können, war ja schon tot.   

Es ist ein ungeheuerlicher Vorwurf, daß die US-Regierung unter direkter Anweisung des Präsidenten Reagan Mohan ermordet haben soll. Allgemein wird dies offenbar unter "Sektenspinnereien" eingeordnet. Andernfalls hätte sich wohl die Presse der Sache angenommen und recherchiert.   

Die Bhagwan-Anhänger allerdings glauben offenbar fest an den angeblichen Mord. Denn dadurch wird Mohan zum Märtyrer.

 

Werbung in Kindergarten für Osho-Schule in England In einem Kindergarten wurde ohne vorherige Nachfrage und ohne Genehmigung folgendes Plakat aufgehängt.

  
Osho Ko Husan Schule   
Wir sind auf Touren!   
Dhyani, die Schulleiterin, stellt das besondere Konzept dieser Schule mit einem Video vor. Dazu Fragen und   
Antworten:   

3.6. -   Freiburg   
5.6. -   Zürich: 19.30 Uhr, Volkshaus Zürich, Staufacherstr. 60, Saal 16   
9.6. -   München: 20.30 Uhr Osho Darshan, Albert-Rosshaupter-Str. 104, RkG   
11.6. - Dresden: 18.00 Uhr Osho Manjusha New Dawn, Fichtenstr. 6   
12.6. - Schmiedeberg: Osho Manjusha Zentrum   
13.6. - Berlin: 18.00 Uhr Far Out, Kurfürstendamm 156   
14.6. - Hamburg: 20.30 Uhr Osho Tabaan, Karonlinenstr. 7-9   
16.6. - Parimal: Osho Parimal, 37218 Witzenhausen   
18.6. - Köln: 20.30 Uhr UTA Institut, Venloer Str. 5-7   

Osho Ko Hsuan Schule liegt in Devon, im Südwesten von England, und ist für Kinder zwischen 7-16 Jahren aus aller   
Welt offen! Die Kinder wachsen in Liebe und Freiheit, mit Respekt füreinander, auf. Der Unterricht findet in kleinen   
Gruppen und entspannter Atmosphäre statt.   
Kurz  gesagt, wirkliche Erziehung als Unterstützung für das Kind es selbst zu sein!"

 

Unschuldig verurteilt?

Immer wieder wird behauptet, Bhagwan/Osho sei in den USA unschuldig verurteilt worden.
Tatsache ist: Bhagwan hat ein Geständnis abgelegt.
Wie meist, wenn wortgewandte Leute ein Geständnis ablegen, pflegen diese ihre eigene Interpretation der Vorgänge hinzuzufügen.
Darauf berufen sie sich dann später zum Beweis ihrer Unschuld.
Juristisch ist diese Interpretation belanglos.
Entscheidend ist, daß die Tatsachen zugestanden werden und das ist dann eben ein Geständnis.

 

 

Ingo Heinemann 10.6.97:   
Kurz-Info über   Bhagwan - Osho - Neo Sannyas   

 

In Deutschland gibt es heute zwischen 20 und 40.000 Anhänger und 70 "spirituelle Zentren". Poona in Indien heute: "Eine Art Labor oder Experimentierfeld, um den neuen Menschen entstehen zu lassen ... frei von allen Ideologien und Glaubenssystemen ..." (Buchkatalog 96/97). 50.000 Anhänger  sollen 1993 nach Poona gekommen sein, davon ein Drittel aus Deutschland. Im Angebot Therapien (alle Therapien können gefährlich sein, "Zu Risiken und Nebenwirkungen ... fragen Sie Ihren Arzt.." sollte auch hier gelten), außerdem etwa 650 Bücher von Bhagwan/Osho, Videos, CDs. Der Katalog des Verlages in Köln ist 80 Seiten stark.   

 Bhagwan bezeichnete sich selbst als "Guru der Reichen". Er besaß 96 Rolls-Roye und verlangte weitere 30 innerhalb von 30 Tagen. Da kapitulierte Sheela, seine Managerin, verließ 1985 die "Kommune" in Orgeon/USA, ein Gelände "fast so groß wie New York City", wie Sheela sich erinnert. Sie hatte die Rajneesh-Religion installiert, nach ihrer Abreise wurde die "Rajneesh-Bibel" verbrannt, die Religion für tot erklärt (aber weiter Schutz durch die Religionsfreiheit beansprucht), Sheela selbst vom Staat und ihren früheren Gefährten zahlreicher Straftaten beschuldigt. Kurz vorher noch als Paradies auf Erden geschildert, hieß es dann, der Ashram sei ein Konzentrationslager gewesen. Bhagwan floh, wurde verhaftet, bekannt sich vor Gericht schuldig, mußte die USA verlassen, suchte weltweit vergeblich nach einem neuen Domizil und kehrte schließlich nach Poona in Indien zurück.   

 Dort hatte er in den siebziger Jahren das "größte Therapiezentrum der Welt" eingerichtet. Sexuelle Kontakte mit den Therapeuten waren offenbar üblich, Gewalt und Vergewaltigungen sind vorgekommen. Die westlichen Kunden sorgten für Wohlstand, Bhagwan selbst sorgte für Provokationen und damit für Aufmerksamkeit und Werbung. "Misfits" - Unangepaßte - nannten sich viele von ihnen, oft Angehörige sozialer Berufe.   

 Einen "neuen Menschen" wollte er schaffen. Er selbst "war ein guter Geschäftsmann", "das Geld begann zu fließen wie Wasser".  Etliche  seiner Anhängerinnen aus dem Westen wurden Prostituierte in Indien, viele ließen sich sterilisieren, Kinder waren unerwünscht. Man hatte das Ego abzulegen, "authentisch" zu sein, zu meditieren und die Erleuchtung anzustreben.   

Es kam zu "Sektenbildung innerhalb der Kommune" (Sheela). Nach seiner Rückkehr nach Poona behauptete er, von der amerikanischen Regierung während der Haft vergiftet worden zu sein.  Dies wird bis heute verbreitet, selbst im Buchkatalog. Sheela berichtet allerdings von Bhagwans gewaltigem Konsum an Tabletten (Valium und Meprobamat), für deren Beschaffung 15 Akten fiktiver Patienten benutzt wurden. Bhagwan nannte sich Osho und starb 1990, erst 59 Jahre alt. Kurz vorher hatte seine langjährige Lebensgefährtin Vivek Selbstmord begangen, auch sie offensichtlich seit langem Tablettensüchtig.   
 Offenkundig haben viele seiner Anhänger ihn als Gott verehrt. Sheela funktionierte diese Verehrung in eine Religion um, als es galt, Bhagwan vor der Ausweisung durch die amerikanischen Behörden zu bewahren. Bhagwan selbst hatte für Religionen zuvor nur Hohn und Spott übrig gehabt. In Oregon hatte man durch eine Wahl in einem zuvor nur dünn besiedelten Gebiet staatliche Macht übernommen. Jetzt wurde die in den USA vorgeschriebene strikte Trennung von Kirche  und Staat sorgfältig inszeniert. Bhagwan habe von nichts gewußt, hieß es später. Sheela: Es hat immer alles bis ins letzte Detail gewußt und geplant. Sie war nur seine Marionette. Als sie dies schrieb, hatte sie über drei Jahre in Haft gesessen und sich längst eine neue Existenz in der Schweiz aufgebaut und nicht mehr zu befürchten, juristisch belangt zu werden.   
 Sheela hatte sich geweigert, die 30 Rolls-Royce zu beschaffen. Bhagwan lud 50 seiner Anhänger zu sich, kündigte wieder einmal an, daß er bald seinen "Körper verlassen" werde und erklärte 21 Leute für erleuchtet. "Thema war, daß er die Bühne vorbereiten mußte, damit einige Taschen oder Konten geleert werden konnten. Er wollte schließlich dreißig neue Rolls Royce" (Sheela). Diese 21 solchermaßen Erleuchteten bildeten dann den "inneren Kreis", das heutige Führungsgremium.   

Sheela ist keineswegs zu einer Kritikerin Bhagwans geworden. Sie verehrt ihn nach wie vor. Ihre Äußerungen sind dem Buch entnommen:   

  • Sheela: Tötet ihn nicht!   
    Schinagl Verlag 1996 ISBN 3-9805346-0-4   

Die Zahlen stammen aus dem Buch   

 

  • Joachim Süss: Bhagwans Erbe   
    Claudius Verlag 1996 ISBN3-532-64010-4 

 

Bhagwan über Homosexualität und Aids.

22 Jahre nach Bhagwans Tod berichtet der Spiegel (Spiegel 22/2012 "Esoterik. Im Bann des Weissbarts") über Bhagwans Vorträge:
 

  • "Die Arbeit im Encounter wurde aufgelockert von Bhagwans Vorträgen. Er zitierte Freud, Nietzsche und Kant aus dem Stegreif, plapperte auf dem Niveau chinesischer Glückskeksbotschaften oder war schlicht menschenfeindlich. Homosexualität, dozierte Bhagwan, sei "eine Perversion", das "biologische Programm" der Spermien sei heterosexuell, bei Schwulen "stimmt was nicht". Das Betriebsblatt "Rajneesh Times" druckte den Text unter der Rubrik "Meisterwerke".

Bhagwans vom Spiegel zitierte Äusserungen stammen aus der Rajneesh Times vom 1.3.1988 Seite 10, Rubrik "Meisterwerke", Titel "Homosexualität". Bhagwan verknüpft dort im Plauderton vermeintliche biologische Fakten mit seiner Meinung über Religionen:

  • "Ich möchte dir gerne erklären, warum ich Homosexualität als Perversion bezeichne. ... In dir gibt es kein biologisches Programm für Homosexualität. Das biologische Programm in deinen Spermien ist heterosexuell. Ich stelle einfach nur die Tatsache fest, daß Homosexualität unter häßlichen Bedingungen in den Klöstern aller Religionen entstanden ist, wo sie im Namen der Reinhaltung des Zölibats erzwungen wurde."

Wie üblich: Provokation um jeden Preis.
Kurz darauf schwenkt Bhagwan zu AIDS:

  • "Die Homosexuellen haben - weil sie pervers waren - die Krankheit AIDS erzeugt. Heterosexualität erzeugt Leben, Leben für eure Kinder und ein göttliches Leben für dich. Homosexualität ist völlig unfruchtbar. Sie erzeugt gar nichts.
    Ich war der Erste auf der ganzen Welt, der die Leute auf AIDS aufmerksam gemacht hat."

Bhagwans Behauptung "Ich war der Erste auf der ganzen Welt, der die Leute auf AIDS aufmerksam gemacht hat" ist frei erfunden.
 

Bhagwan schreibt 1988 in seinem Buch "Die grösste Herausforderung. Die goldene Zukunft", Seite 89:

  • "Im gleichen Maße, wie die Religionen verschwinden, mitsamt ihren repressiven Hirngespinsten und Moralvorstellungen, werden Verbrechen wie Vergewaltigung, Perversionen wie Homosexualität, Krankheiten wie Aids völlig von der Erdoberfläche verschwinden."

Bhagwan behauptet somit, dass Religionen die Ursache von Verbrechen, Homosexualität und Aids sind.
 
 
 
 
 

Bhagwan über Hitler

Bhagwan führte 1985 ein Gespräch mit dem SPIEGEL, 35/1985 vom 05.08.1985:
"Ich möchte gern die ganze Welt übernehmen"
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13513700.html und http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13513997.html

Auf die Frage nach Hitler "Was halten Sie moralisch und politisch von dem Mann?" antwortete Bhagwan:

  • "Hitler war so moralisch wie Mahatma Gandhi ... Hitler war vom Wesen her ein Hindu, noch mehr als Gandhi. Er war wie ein Heiliger."

Das waren keine spontanen Äusserungen
Bhagwan hielt Hitler für ein "Instrument in den Händen anderer Mächte", nämlich "esotericher Gruppen". Dies sei "erst jetzt" bekannt geworden.

In seinem Buch "Ich bin der Weg" (I Am the Gate, 1975) behandelt Bhagwan Hitler in dem Kapitel "Die Arbeit esoterischer Gruppen". Dort heisst es:

  • "Wir haben zum Beispiel alle von Hitler gehört - wir wissen etwas über den Faschismus, seine Massenbewegung, seine verzweifelten Bemühungen etwas zu erreichen. Aber niemand weiß, daß sich dahinter etwas anderes verbarg. Hitler war nur ein Instrument in den Händen anderer Mächte. Erst jetzt sind bestimmte Tatsachen an die Öffentlichkeit gedrungen, die darauf hinweisen, daß er von jemandem als ein Medium benutzt wurde, daß irgendwelche anderen Kräfte durch ihn arbeiteten."
    ....
    "Von außen betrachtet sieht es so aus, als wäre Hitler von seinen Kriegsgegnern besiegt worden, aber das ist nicht die wahre geschichtliche Realität. Hitler wurde von den Neun von Ashoka benutzt. Es war eine der verzweifeltsten Anstrengungen dieser Gruppe, die ganze Welt in eine bestimmte Richtung zu zwingen. Die Gruppe hatte seit Jahrhunderten gearbeitet, ohne der Menschheit, so wie sie es sich wünschte, helfen zu können. Es war ein letzter verzweifelter Versuch, den Menschen zu helfen, bevor sie sich selbst auf dieser Erde vernichten würden."
    ....
    "Eine Tatsache, die man jetzt gerade herausgefunden hat, ist, daß Hitler sich nicht in bewußtem Zustand befand, wenn er seine Befehle gab. Er befand sich jedesmal in einer Art von Trance; seine Augen waren geschlossen, er zitterte am ganzen Körper, bekam Schweißausbrüche und sprach dann mit einer völlig anderen Stimme. Eine andere Stimme als seine gab die Befehle, bis zu dem Tag, an dem er wieder mit seiner eigenen Stimme zu befehlen begann. Damit nahm seine Niederlage ihren Anfang. Er kam nicht mehr in Ekstase. Der Kontakt, der ihn lenkte, war verlorengegangen." (1. dt. Aufl. 1979, Seite 206 ff, Sannyas-Verlag)

Nicht Hitler war also Schuld, sondern eine angebliche Esoteriker-Gruppe.
Was vermutlich die angeblich riesige Macht dieser Esoteriker beweisen soll und zugleich das Wissen des Esoterikers Bhagwan. Im Internet sich die "Neun von Ashoka" nicht zu finden.
  Vgl. auch "Faschistoide Matrix" von Burcado Nowak in http://satjam.wordpress.com/2012/01/07/faschistoide-matrix/
 


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Bibliografie

Heinemann, Ingo, AGPF-Archiv, Abruf 01.08.2017 , 1. Originalversion dieser Seite installiert am 27.11.98 , Abruf 01.08.2017




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