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Rühle, Wolfgang, VIKAS online / 2013-09-30 18:33 / Osho-Manjusha-Meditationszentrum in Schmiedeberg / INFOTHEK Home printer Anzeige beenden

Das Osho-Manjusha-Meditationszentrum in Schmiedeberg entstand in Tradition mit der Osho-Bewegung aus dem Bestreben einer Hauke Messerschmidt (Mahamudra) heraus, das größte Meditationszentrum im Osten Deutschlands aufzubauen. Im Erzgebirge wurde ein Platz gesucht und gefunden, der 50 Bewohnern einer Commune und zusätzlich 50 Gästen Platz bieten kann. Mahamudra selbst sah sich dabei im Geiste Oshos agierend. Das Zentrum agiert heute unter dem Namen Samana Seminar-Haus  & Osho-Platz

Osho-Manjusha-Meditationszentrum in Schmiedeberg

Wolfgang Rühle / 10.11.2006 / 26.01.2008 /  28.08.2008 / 27.09.2009 /


 

Einleitung

Das Osho-Manjusha-Meditationszentrum in Schmiedeberg entstand in Tradition mit der Osho-Bewegung aus dem Bestreben einer Hauke Messerschmidt (Mahamudra) heraus, das größte Meditationszentrum im Osten Deutschlands aufzubauen. Im Erzgebirge wurde ein Platz gesucht und gefunden, der 50 Bewohnern einer Commune und zusätzlich 50 Gästen Platz bieten kann. Mahamudra selbst sah sich dabei im Geiste Oshos agierend.

Ein Ashram im Geiste von Poona  sollte entstehen, im idyllischen Pöbeltal des Osterzgebirges gelegen, vom Umfeld fast unbemerkt agierend und die menschenverachtende Philosophie eines Bhagwan Rajneesh alias Osho praktizierend.

Begonnen wurde zunächst 1993 mit 4 Personen in Höckendorf. Im Jahre 1997 wurde das New Dawn in Dresden eröffnet und 1999 wurde in Schmiedeberg ein Grundstück erworben, auf dem seitdem das Osho-Manjusha-Meditationszentrum in der geplanten Größe aufgebaut werden soll. Die Meditationshalle und zwei Kommunehäuser sind fertig, für ein drittes steht das Fundament. So wird es zumindest in nächster Zeit wohl auch bleiben, denn nachdem die Anzahl der Kommunemitglieder nach dem Ableben der Mahamudra bis 2009 deutlich geschrumpft ist, dürfte das Osho-Zentrum im Pöbeltal die Ausbaupläne vorerst etwas zurückstellen, wohl kaum aber aufgeben. Die Zukunft des Zentrums, vielleicht auch als "Gesundheitszentrum", dürfte nicht unwesentlich davon abhängen, wie sich einst engste Vertraute der Mahamudra dazu positionieren werden, die sich inzwischen ausserhalb des Zentrums (u.a. in Schmiedeberg) niedergelassen haben und als Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen, Heilpraktiker u.ä. - vorrangiges Betätigungsfeld der Sannyasszene sind Heilberufe und Wellness - tätig sind, oder irgendwo zwischen St. Gallen in der Schweiz und Amrum an der Nordseeküste als Sannyasin ihren Weg gehen.

Geprägt wird das Leben der Commune nach eigener Darstellung durch "die Leiterin Mahamudra und die 33 köpfige Commune - mit ihrer gemeinsamen Liebe für Bewusstseinsarbeit und Gemeinschaftsleben und im Herzen verbunden mit Oshos Vision vom neuen Menschen". Das gilt nach unserer Auffassung auch nach dem 17.5.2006, " im Tag, an dem Mahamudra ihren Körper verlassen hat". Wir sind aber auch der Auffassung, dass der 17.5.2006 für die weitere Entwicklung der Commune ein bedeutsames Datum sein wird.

Auf der Internetseite des Osho-Manjusha Meditationszentrums (Stand: 19.5.2006) findet man folgende Selbstdarstellung:

"Das Manjuscha wurde 1987 von Osho initiiert und gehört damit zu den ältesten Osho Centern, die noch aktiv tätig sind. Es hat sich bis heute über mehrere Stationen im In- und Ausland ständig den Anforderungen der Zeit angepasst und weiterentwickelt. Einige der ersten sind noch immer dabei und füllen das Zentrum mit ihrer langjährigen Erfahrung. Leiterin des Zentrums ist Mahamudra, die mit spiritueller Tiefe, Klarheit und Verständnis Menschen in ihrer Seele berührt. Ihre sprudelnde Kreativität, auch in alltäglichen und geschäftlichen fragen, prägen die Qualität des Mannjuscha......

Aufgabe des Zentrums ist die Planung und Durchführung eines reichhaltigen Angebots an Meditation und Veranstaltungen zur Bewusstseinsförderung, dazu jetzt neu ein wachsendes Urlaubsprogramm Gäste können sich in den neu eingerichteten Gästezimmern des Zentrums wohl fühlen und die aufmerksame Betreuung genießen, am Communetagesgeschehen oder Veranstaltungen teilnehmen.......


In den letzten 10 Jahren hat es sich zu einem der wichtigsten Meditationsplätze im Osten Deutschlands entwickelt."

Nach eigener Darstellung in der SZ vom 01.12.2006 sind alle, die in dieser Kommune leben, stark an Meditation interessiert (Bijan Schahbaz, Sannyasname Sorreru). Richard Löffler (Sannyasname Sahaja) bringt die Ansicht der Kommunemitglieder auf den Punkt: "Unser Leben hier ist reicher, intensiver und lebendiger als alleine oder in einer Kleinfamilie" .Aber warum gerade das Leben in einer Osho-Kommune? Auf die Frage, was so besonders an einem Leben im Sinne Oshos sei, erhielten wir auf einer Informationsveranstaltung am 02.11.2006 in Schmiedeberg von eben diesem Herrn Löffler die tiefschürfende Auskunft: " das kann ich nicht erklären, das ist mir einfach ins Gesicht gesprungen" . Hier können wir nachhelfen. Die Erklärung gibt sein "Meister" Osho (Bhagwan Shree Rajneesh) in seinem Manifest "Die goldene Zukunft" (Rajneesh Verlag Köln 1988, S. 70 ff.).

  • "...Die Familie ist die eigentliche Wurzel von Millionen Krankheiten......"

  • "... Sobald die Familie abgeschafft ist, wird viel psychologische Krankheit abgeschafft sein.....,"

  • "...Kinder sollen nicht bei ihren Eltern leben, sondern in kommunalen Wohnhäusern, damit die Eltern nicht ihren Geist vergiften können..."

  • " ..und einen Vater und eine Mutter zu haben ist psychologisch gefährlich.... . Kinder sollen der Kommune gehören, nicht den Eltern. Eltern haben genug Schaden angerichtet; man darf ihnen nicht weiter erlauben, ihre Kinder zu verderben..."

Das war nur ein kurzer Vorgeschmack darauf, was uns zu diesem Thema auch bei Mahamudra, der Gründerin des Osho-Manjusha-Meditationszentrums, erwartet. Wird doch auf der Internetseite des Osho-Manjusha viel Wert auf die Aussage gelegt, dass man in Schmiedeberg "im Herzen verbunden mit Oshos Vision vom Neuen Menschen" seinen Weg geht.

Wir haben uns die Frage gestellt, was sich hinter den wohlklingenden Worten der gemeinsamen Liebe für Bewusstseinsarbeit und der Verbindung zu Oshos Vision des neuen Menschen tatsächlich verbirgt. Die Vision des neuen Menschen ist nicht ganz so neu, wie es vielleicht zunächst den Eindruck hat.

Wir haben uns auch die Frage gestellt, was sich hinter dem reichhaltigen Angebot an Meditation und Veranstaltungen zur Bewusstseinsförderung tatsächlich verbirgt.

Wir haben uns weiterhin die Frage gestellt, warum das Leben in der Kommune reicher, intensiver und lebendiger als in einer Familie sein soll.

Bei der Beantwortung dieser Fragen haben wir uns vor allem auf Niederschriften der Hauke Messerschmidt alias Mahamudra, auf die Internetseite des Osho-Manjusha und auf Aussagen von Workern und Mitgliedern der Kommune gestützt.

Das Ergebnis unserer Recherchen war für uns ernüchternd und erschreckend zugleich. Um mit den Worten von Steven Hassan zu sprechen handelt sich bei dem Angebot des Osho-Manjusha nach unserer Erkenntnis um  -> Bewusstseinskontrolle subtilster Art mit einem einzigen Ziel: bedingungslose Unterordnung unter den Meister und Zerstörung der persönlichen Identität: "Surrender" und "Ego-Destruction" im Sinne von Osho.

 

Struktur des Osho-Manjusha-Meditationszentrums Schmiedeberg/Sachsen

1. Unser Standpunkt
2. Osho-Manjusha Commune e.V.
3. Wohnungsgenossenschaft "Komm in die Sonne" e.G.
4. New Dawn Dresden e.V.
5. Osho Manjusha Meditations Zentrum Limited, Zweigniederlassung Schmiedeberg
6. Gesundheitszentrum im Osho-Manjusha
 

 


1. Unser Standpunkt

Die organisatorische Basis des Meditationszentrums in Schmiedeberg bilden die Commune e.V., die Wohnungsgenossenschaft e.G. und seit dem 03.08.2007 (Datum Gesellschaftervertrag) das Osho Manjusha Meditations Zentrum Limited, Zweigniederlassung Schmiedeberg. Das geplante "Gesundheitszentrum", an dem Toshi (Dr. Jochen Handel), federführend beteiligt sein dürfte, wird zukünftig gemeinsam mit den anderen im Osho-Manjusha ansässigen und im sozialen Bereich tätigen Firmen eine wesentliche materielle Basis des Zentrums darstellen. Diese Säulen sichern den reibungslosen "innerbetrieblichen" Ablauf: die Organisation des Kommunelebens, die finanzielle Absicherung der Kommune und die Bewirtschaftung der Liegenschaften und der Immobilien.

Durch die straffe Organisation des Alltagsgeschehens in einer geschlossenen Struktur wird nach unserer Auffassung die Basis für das eigentliche Ziel der Kommune geschaffen, die "Bewusstseinsarbeit". Diese erfolgt nach unseren Erkenntnissen in einer Art "geschlossenem Informationssystem" mit minimaler Rückkopplung aus dem realen Umfeld "draussen" (dem "schwarz-magischen Dipps" - Aussage eines Workers). Nach wie vor wird das Leben in der Kommune in seiner Gesamtheit von den Vorstellungen der Hauke Messerschmidt (Mahamudra) geprägt. Dies kommt deutlich auf der Internetseite des Osho-Manjusha zum Ausdruck, auf der es heißt:

In den letzten 15 Jahren intensiver Meditation und gleichzeitigem Teilen dieser Erfahrungen, Transformation und kreativer Selbsterfüllung, sind Mahamudra der Name, Mahamudra der Weg und Mahmudra die Person eins geworden zu einer lebendigen Ganzheit, deren Eindruck nicht so schnell vergessen werden kann. Seit vielen Jahren teilt Mahamudra in der spirituellen Perle des Osterzgebirges, dem Manjusha, ihre essentiellen Erfahrungen unzähliger Leben und bringt so einen langen Zyklus zu seinem Ende.
(Homepage Osho-Manjusha: Stand: 08.03.2007)


Das Meditationszentrum entsteht auf einer Fläche von 16.000 m², davon sind 8.000 m² Bauland. Allein die Grundstückskosten beliefen sich nach eigenen Angaben auf ca. 450.000 DM.

Nach unserer Auffassung hat sich Mahamudra mit der Commune zielstrebig eine geeignete materielle und organisatorische Basis geschaffen, um, wie sie es selbst ausdrückte, "Oshos Vision vom neuen Menschen" in ihrem Sinne zu verwirklichen. Ein Stück "Allmachtsphantasie" der Mahamudra ist im Pöbeltal von Schmiedeberg leider zur (zumindest vorläufigen) Realität geworden.

Der Aufbau erfolgt bis heute mit nicht unbeträchtlichem finanziellem Aufwand und durch Einsatz von Workern, die für Verpflegung und Unterkunft sowie kostenlose Indoktrination nicht nur beim beim Bau der Kommunehäuser einen beachtlichen Beitrag zur Entwicklung des Zentrums geleistet haben und leisten.

Wie sich das Ableben der Mahamudra im Frühjahr 2005 auf die weitere Entwicklung der inneren Struktur der Kommune auswirken wird, kann von uns derzeit nur vermutet werden.

Der Sondernewsletter der Kommune vom 18. Mai 2006 manifestiert jedoch das Bestreben der Kommunemitglieder, die Kontinuität im Sinne von Mahamudra zu bewahren.

26.01.2008 -> Nach einer Zeit gewisser Orientierungslosigkeit und offenbar interner Probleme in der Kommune können wir Anfang 2008 feststellen: Die Kommune strukturiert sich neu (organisatorisch und personell), passt sich den neuen Gegebenheiten an, ohne dabei das bisherige Ziel aus den Augen zu verlieren. Die Rollen in der Kommune wurden teilweise neu verteilt. Nicht zu übersehen ist dabei, dass mit Maximilian Doppel (Navyo - einer der Direktoren der Osho Manjusha Meditations Zentrum Limited) ) und Dr. Jochen Handel (Toshi - Initiator des Gesundheitszentrums, praktizierender Arzt in Schmiedeberg) ehemalige enge Vertraute Mahamudras die Geschicke der Kommune auch zukünftig massgeblich beeinflussen werden.

Interessant erscheint uns deshalb die Frage, ob sich die Kommune auch zukünftig den Allmachtsphantasien einer Hauke Messerschmidt alias Mahamudra in dem gleichen Maße verpflichtet fühlen wird, wie in den vergangenen Jahren, oder ob eine stärkere Integration in das gesellschaftliche Umfeld, z.B. über das geplante Gesundheitszentrum, eventuell als Chance zu einem kritischeren Umgang mit der eigenen Vergangenheit erkannt werden wird.

 


2. Osho Manjusha Commune e.V.


Die Kommune agiert als eingetragener Verein. In der Vereinssatzung werden schwerpunktmäßig finanzielle Fragen, die Nutzung der Einrichtungen der Kommune und die Teilnahme an Veranstaltungen des Centers geregelt.

Mit der Wahl der Kommune als ständiger Aufenthaltsort ist gleichzeitig die Mitgliedschaft im Verein verbunden.

Mit dem Eintritt in den Verein beteiligt sich ein Kommunemitglied mit ca. 650€ monatlich an der Finanzierung (Stand 03.11.2006, Auskunft durch Bijan Schahbaz auf einer Informationsveranstaltung in Altenberg).
Inwieweit dieser Preis für die gebotene Leistung angemessen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Nach von uns geführten Gesprächen mit Gästen und Workern ist es angeraten, dies bei eventuell geplanter Vereinsmitgliedschaft zu hinterfragen.

Zusätzlich gibt es Ehrenmitglieder, die nicht unbedingt alle Rechte und Pflichten in Anspruch nehmen. Fördermitglieder sind willkommen, ihr Rahmen wird frei vereinbart.

Vereinsvorsitzender: Dharma

Nach dem Ableben der Mahamudra wurde im Spätsommer 2006 die Leitung der Kommune von einem Kommunerat übernommen. Inwieweit sich damit Veränderungen im Wirken der Kommune im Innenverhälltnis als auch nach aussen ergeben werden, bleibt abzuwarten.

 


3. Wohnungsgenossenschaft Komm in die Sonne eG (Stand Februar 2006)

Die Wohnungsgenossenschaft verwaltet die Immobilien des Manjusha und ist zudem auch verantwortlich für das Bauprojekt "Komm in die Sonne". in dem ein Platz mit einem Wohn- und Gästepark in Holz entsteht. Zu diesem Vorhaben hat sich Mahamudra in einer gesonderten Niederschrift ausführlich geäußert.. Die Bauarbeiten haben bereits angefangen, Interessierte können sich in einem Workerprogramm gern beteiligen. Der finanzielle Aufwand für das Projekt wurde in der SZ vom 11.8.2000 auf ca. 6 Mio DM beziffert, zu finanzieren aus von Communemitgliedern eingebrachtem Vermögen, den monatlichen Communebeiträgen, Verkauf von Wohneigentum, Bankfinanzierungen und Fördermitteln. Nach Darstellung von Mahamudra vom 09.08.1998 stellt die Kommune "für alle spirituell Interessierten eine gute Möglichkeit (dar), ihr Geld in eine positive Richtung arbeiten zu lassen und gleichzeitig sicher anzulegen".

Vorstand: Mahamudra, Sorreru

 


4. Osho Manjusha New Dawn e.V.

Mit dem New Dawn schuf sich die Osho-Manjusha-Commune 1997 in Dresden eine Meditations- und Begegnungsstätte im Sinne Mahamudras. Zunächst war es ein integrierter Teil des Osho-Manjusha-Zentrums. Später wurde das New Dawn in einen eigenen Verein umgewandelt. Die personelle Verflechtung des New Dawn in Dresden mit dem Osho-Manjusha in Schmiedeberg ist aber unübersehbar, sodaß man das New Dawn in Dresden als Teil des Osho-Manjusha in Schmiedberg betrachten kann.

Im Frühjahr 2003 wurde ein eigenes Haus gekauft.

Vereinsvorsitzende: Anjali G. Schuppe
Leitungsteam: Anjali, Devanshu, Tamanna, Sanket, Karmi, Jagruti

 


5. Osho Manjusha Meditations Zentrum Limited, Zweigniederlassung Schmiedeberg (26.01.2008)

Mit Gesellschaftervertrag vom 03.08.2007 erfolgte die Gründung der Zweigniederlassung Schmiedeberg der Osho Manjusha Meditations Zentrum ltd. mit Sitz in Birmingham/Großbritannien. Die Zweigniederlassung Schmiedeberg wurde am 24.10.2007 in das Handelsregister eingetragen. Das Stammkapital dere Gesellschaft beträgt 1.000,00 EUR.

Als Gegenstand des Unternehmens der Zweigniederlassung Schmiedeberg werden Planung, Anbietung, Organisation und Ausführung von Seminaren und Meditationskursen sowie Vermietung von Räumlichkeiten angegeben.

Die ausländische Gesellschaft agiert als allgemeines kommerzielles Unternehmen zur Abwicklung von Geschäftstätigkeiten und Handlungen, die direkt oder indirekt der Realisierung der Ziele und dem Vorteil der Gesellschaft dienen.

Direktoren der Gesellschaft und zugleich ständige Vertreter der Zweigniederlassung Schmiedeberg mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen, sind:

  • Maximilian Doppel (Navyo)
  • Angelika Höhle
  • Osho Manjusha Commune e.V.
  • Heidrun Räder (Karmananda)

 


6. Osho Manjusha Gesundheitszentrum (26.01.2008)

Gezielt arbeitet die Commune an der Festigung der finanziellen Basis des Osho-Manjusha. Denn, so ist im Osho-Manjusha-Newsletter ( http://www.oshomanjusha.de/newsletter/archiv/0705.htm) vom Mai dieses Jahres nachzulesen, aus Sicht der der Commune ist das Projekt Osho-Manjusha-Meditationszentrum noch lange nicht vollendet, sondern ein Pionierprojekt, "aus den unendlichen Geschenken..von Osho und Mahamudra" etwas zu machen.

Im Osho Manjusha Newsletter vom 21. November 2007 (http://www.oshomanjusha.de/newsletter/archiv/0711.htm) war zu lesen:

Und nun zu den Neuigkeiten: Der Aufbau unseres Gesundheitszentrums geht voran. Seit kurzem gibt es im Osho Manjusha eine private Arztpraxis. Toshi (offiziell Dr. Handel) hat montags und mittwochs zwischen 17 und 19 Uhr Sprechstunde. Auch die Physiotherapie Praxis Balance bietet regelmäßige Termine an. Ganz neu ist jetzt sogar ein kleiner Fitnessraum! Und: Im nächsten Jahr wird es einen Kur-Urlaub und eine Fastenkur im Manjusha geben.

Toshi (Dr. Jochen Handel) - zukünftig niedergelassener Arzt in Schmiedeberg ? Während eines Aufenthaltes in Schmiedeberg im September 2007 wurde uns bekannt, das Toshi (Dr. Jochen Handel) nicht mehr im Krankenhaus von Dippoldiswalde, sondern in einer Praxis in Schmiedeberg tätig ist. In verschiedenen Gesprächen in Schmiedeberg und Dippoldiswalde wurde uns mitgeteilt, dass Toshi anstrebt, sich in Schmiedberg als Arzt niederzulassen. Dazu beabsichtigt er nach Aussage unserer Gesprächspartner, eine bestehende Arztpraxis zu übernehmen, die in naher Zukuft altersbedingt aufgegeben werden soll. Dies wäre aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt für den Fortbestand der Commune in Schmiedeberg, sowohl unter finanziellen als auch sozialen Aspekten.

30. Oktober 2007 Amtsblatt der Gemeinde Schmiedeberg, Ausgabe 11, 7. Jahrgang:

Privatarztpraxis
Dr. med. Jochen Handel
Tätigkeitsschwerpunkt: Akupunktur
(Colleg Akupunktur und Naturheilkunde)
Niederpöbel 27, Schmiedeberg
Telefon 0151 17648522
Sprechzeiten:
Mo + Mi 17.00 - 19.00 Uhr
und nach Vereinbarung

02. Februar 2008 Amtsblatt der Gemeinde Schmiedeberg, Ausgabe 2, 8. Jahrgang:

Privatarztpraxis
Dr. med. Jochen Handel
Tätigkeitsschwerpunkt: Akupunktur
(Colleg Akupunktur und Naturheilkunde)
Altenberger Straße 23, Schmiedeberg
Telefon 0151 17648522
Temine nach Vereinbarung

22. Dezember 2008 - Amtsblatt der Gemeinde Schmiedeberg, Ausgabe 1, 9. Jahrgang

Arztpraxis
Dr. Jochen Handel
Altenberger Straße 22, Schmiedeberg
Telefon 035052 63289 (Praxis)
Sprechzeiten:
Mo - Fr 8.00 - 11.00 Uhr
Di + Do 8.00 - 11.00 Uhr und
16.00 - 19.00 Uhr

19. Mai 2014 15.02 Uhr

Eröffnung des "Hauses der Heilkunde"
Am Busbahnhof 2
01744 Dippoldiswalde

 

 

SOZIALE ASPEKTE - Osho-Manjusha-Meditationszentrum Schmiedeberg

1. Einleitung
2. Personelle Struktur der Kommune
3. Osho-Manjusha-Kommune - ein Zentrum für Heilung in Schmiedeberg?
4. Aussenwirkungen der Kommune

In Vorbereitung:

5. Vom Osho-Manjusha zum Seminarhaus Erzgebirge - Metamorphose einer Osho-Commune ?
6. Neue Orte - Alter Geist: Das Seminarhaus Eckart auf Amrum, Meditation in Montlingen (Schweiz)

 


1. Einleitung

Die Sozialstruktur des Osho-Manjusha interessiert uns unter folgenden Aspekten:

- sozialen Herkunft der Kommunemitglieder,
- berufliche Qualifikation und derzeitige Aktivitäten,
- ihrer derzeitige soziale Stellung, sofern sie ausserhalb der Kommune aktiv sind.

Bei unserer Darstellung stützen wir uns vorrangig auf die Selbstdarstellung der Kommune im Internet sowie auf Aussagen in Veröffentlichungen von Mahamudra und der von der Kommune in Schmiedeberg getragenen spirituellen Zeitschrift "Rosa-Rot"

Die Osho-Szene ist in unserer Gesellschaft  inzwischen stärker verankert, als dass auf den ersten Blick den Anschein hat. Zahlreiche "Zentren für Yoga und Entspannung", Coachingangebote verschiedenster Art von psychologischen Beratern mit Kurzzeitausbildung, NLP-Trainern mit z.T ebenfalls ungewöhnlichen Bildungswegen u.ä. "Berufs"-Gruppen zeigen eine deutliche Nähe zu Osho. Neo-Sannyasin entfalten besonders in nachstehenden Berufsgruppen ihre Aktivitäten:

- niedergelassene und private Ärzte,
- Sozialpädagogen (u.a. in Rehakliniken),
- Physiotherapeuten und Ergotherapeuten in eigener Praxis,
- Pflegeberufe,
- Kinderbetreuung, Erwachsenenqualifizierung, Lehrer;
- in Jugendämtern,
- Dozenten von Heilpraktikerschulen,
- in der Werbebranche,
- Softwarefirmen, Dienstleistungsbereich und Handwerksfirmen.

Grundsätzlich ist daran nichts bedenklich, sofern die Stellung in unserer Gesellschaft nicht zur "Missionierung" im Namen Oshos mißbraucht wird. Genau an dieser Stelle sind aber Zweifel angebracht, wenn man den Anspruch der Mahamudra und den Finanzbedarf der Kommune zugrunde legt. Das Problem dabei ist, dass diese "Missionierung" in der Regel schleichend, von den Zielpersonen in der Regel nicht erkennbar, stattfindet. Gerade in sozialen Bereichen, in der Lehrtätigkeit und auch in Ämtern dürfte die Verlockung für Neo-Sannyasin gross sein, Einfluss und neue Anhänger zu gewinnen.

 


2. Personelle Struktur des Osho-Manjusha

Eine Selbstdarstellung der Kommunemitglieder des Osho-Manjusha in Schmiedeberg finden sie hier, indem Sie die dargestellten Personen anklicken.

Die nachstehende Übersicht aktiver Kommunemitglieder basiert auf der Selbstdarstellung der Kommunemitglieder im Internet (Stand 17.08.2008) und zeigt die erlernten Berufe und die derzeit ausgeübten Tätigkeiten der Kommunemitglieder, soweit aus den Originalquellen ersichtlich.

Sannyasname erlernter Beruf Tätigkeit Bemerkungen
Aabhar
Lehrer künstlerisch tätig  
Abheeti Sozialpädagogin, Bauingenieurin selbständig tätig als Herausgeberin der spirituellen Zeitschrift "Rosarot"  
Abhita Lehrerin, Stewardess in der Kommune tätig  
Akhila keine Angabe selbständig, seit 2001 eine eigene Buchhaltungs- und Bürodienstleistungsfirma Croyden Hall
Anjali Physiotherapeutin eigene Praxis in Dresden (New Dawn) New Dawn
Atikant Diplom-Psychologe Psychologe in Kliniken und freiberuflich; bearbeitet Mahamudras Vorträge Pulsnitz
Avrati Diplompädagogin in einer Kindertagesstätte in Dresden tätig  
Dipto Bürokaufmann/Programmierer keine Angabe  
Jagruti Tänzerin eigenes Tanzstudio im New Dawn Dresden New Dawn
Karmananda Physiotherapeutin Physiotherapeutin  
Manjula Krankenschwester in der Kommune tätig  
Nagara SV-Fachangestellte in der Kommune tätig  
Navyo keine Angabe in der Kommune tätig/Handwerk/spirituelle Arbeit Finanzen
Prem Geya Diplom-Sozialpädagogin Sozialarbeiterin im Raupennest Altenberg  
Premal Gärtnerin selbständig  
Rasiko keine Angabe zertifizierter Tibetan Pulsing Sessiongeber und Augenleser  
Sahaja Offizier Bundesw. in der Kommune tätig  
Sakha keine Angabe Softwareverkäufer  
Sanket Krankenpfleger Krankenpfleger  
Surabaya Schülerin Gymnasium  
Tamanna Lehrerin in der Kommune, NewDawn New Dawn
Vikas Kunsterzieher seit 1999 am ESB Mediencollege in Dresden als Gestaltungslehrer tätig  

Seit 2006 haben nachstehend aufgeführte Personen die Kommune verlassen bzw. werden im Internet nicht mehr als Mitglieder der Kommune ausgewiesen (Quelle: Homepage Osho-Manjusha Stand: 11.06.2006/30.08.2008). Über auch weiterhin bestehenden Verbindungen zur Osho-Manjusha-Kommune in Schmiedeberg soll hier keine Aussage getroffen werden.

Sannyasname erlernter Beruf Tätigkeit Bemerkungen
Ajita Ärztin bis zum Eintritt als Neurologin tätig verstorben
Barkha keine Angabe Anerkennungsjahr bei Kidspower Dippoldiswalde, Jugendamt Dippoldiswalde  
Barthi keine Angabe keine Angabe Berlin
Damini Biologin selbständige Webdesignerin  
Dharma Maschinenführer Tischler, Fotograf, Musiker, menschlicher Berater

meditation4life

your-nature.ch

Dhyan Prem Tischler Bau Amrum
Jyoti Arzthelferin keine Angabe /seit 2012 Kinderprojekt in München (Newsletter 05.12) seit 2012 München
Mahamudra   Leiterin des Osho-Manjusha-Schmiedeberg verstorben
Rebha   Webdesign, Grafikdesign, Büroservice

meditation4life

your-nature.ch

root & wings

Sorreru keine Angabe bis zum Ausscheiden aus der Kommune für Finanzen verantwortlich Köln/UTA
Roshani Ärztin eigene Praxis in Dippoldiswalde, Stand 2012: Oberärztin Reha-Klinik Bethel Welzheim  Diakoniewerk
Tarusha Sozialarbeiterin selbständig in Dippoldiswalde (Kids-Power)  
Toshi Arzt Dr. Jochen Handel: Privatarztpraxis in Schmiedeberg/Sachsen - seit 2008 niedergelassener Arzt mit kassenärztlicher Zulassung in Schmiedeberg (ehem. Praxis Dr. Winkler), seit 2014 Haus der Heilkunde in Dippoldiswalde Heilkunde

Quelle: Homepage Osho-Manjusha-Meditationszentrum Schmiedeberg Stand 15.01.2011, (Ergänzungen jeweils aus em Internet bzw. aufgrund vorliegender schriftlicher Quellen)


 

Die Analyse der Berufsgruppen 2006/2007 zeigt eine interessante Struktur:

  • technische Berufe,
  • kaufmännische Berufe,
  • sozialpädagogische Berufe,
  • Ingenieurberuf/Bau,
  • Betreuungspersonal,
  • ärztliches Fachpersonal.

Es deutet alles darauf hin, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit gezielt Personen für die Kommune gewonnen wurden, die:

  • einen weitestgehend unabhängigen Betrieb des Zentrums in technischer Hinsicht garantieren,
  • die bauliche Erweiterung und Instandhaltung des Zentrums garantieren,
  • die kaufmännischen Aufgaben eines eigenständischen Unternehmens übernehmen können,
  • die Aufgaben der Werbung für das "Unternehmen" Manjusha absichern,
  • die Computertechnik/Software/Internetpräsenz warten und erweitern können,
  • den Einfluß der Kommune im Umfeld festigen und geeignete Mitglieder werben können,

um somit reibungslos die geplante Hauptaufgabe des Zentrums, "-> Heilung und/durch Meditation" im Sinne Oshos/Mahamudras zu verwirklichen.

Betrachtet man die Selbstdarstellungen einiger Kommunemitglieder, so wird deutlich, dass Mahamudra 2006/2007 ausreichend fachlich gut ausgebildetes Personal zur Verfügung stand, um den Bestand der Kommune personell und finanziell abzusichern und den weiteren Ausbau zu planen. Nicht zuletzt auch durch die ständige Einbeziehung von Sommer- und Urlaubsworkern, die als "Gäste" mit ihrer Arbeitskraft (-> Sommerworker: 8 h Arbeit in der Kommune für freie Kost und Logie plus Meditation) unter fachlicher und "spiritueller" Anleitung des "Stammpersonals" über die Jahre wesentlich zum Aufbau des Zentrums beigetragen haben und gleichzeitig eine Basis für personellen Nachwuchs darstellen. "Wer dort als Gast oder Worker ist und zur Kommune paßt wird „bearbeitet“, so die -> Aussage eines Sommerworkers.

 


3. Osho-Manjusha-Kommune - ein Zentrum für Heilung?

Nach eigener Aussage hatte sich Hauke Messerschmidt (Mahamudra) das Ziel gestellt, das größte Meditationszentrum im Osten Deutschlands aufzubauen - nach "Oshos Vision vom neuen Menschen". Sie war im etwas abseits gelegenen Pöbeltal auf dem besten Wege dazu, ohne dass die Öffentlichkeit in Schmiedeberg und Umgebung von den Zielen und Methoden im Ashram des Osterzgebirges ernsthaft Kenntnis genommen hatte.

Dieser selbst gestellten Aufgabe hat sich Hauke Messerschmidt beharrlich gewidmet. Unter Einsatz ihrer ganzen Autorität ist es ihr dank der ihr eigenen organisatorischen und manipulativen Fähigkeiten trotz mancher Widrigkeiten stets gelungen, die Kommunemitglieder für diese Zielstellung zu mobilisieren. Auch nach dem Tode von Mahamudra hat sich an dieser Zielstellung prinzipiell nichts geändert, wie aus dem Osho Manjusha Newsletter vom 20. Mai 2007 hervorgeht:

 

"Das Projekt ist noch lange nicht vollendet. Wir wollen ein drittes Communehaus bauen, dann die Häuser am Parkplatz, das Restaurantgebäude, das Gesundheitszentrum ... es ist noch viel Raum für kreative Verwirklichung. Die Strukturen innerhalb der Commune werden sich sicherlich weiterhin verändern und den Erfordernissen anpassen. Wir haben keinen lebenden spirituellen Meister mehr, aber wir haben unendliche Geschenke bekommen von Osho und von Mahamudra. Etwas daraus zu machen, ist immer noch ein Pionierprojekt." (Quelle: http://www.oshomanjusha.de/newsletter/aktuell.htm vom 20.05.2007)

Eine konkrete Aussage, wie sich das Ziel letzlich darstellen könnte, finden wir im Osho Manjusha Newsletter vom 21. November 2007:

 

"Und nun zu den Neuigkeiten: Der Aufbau unseres Gesundheitszentrums geht voran. Seit kurzem gibt es im Osho Manjusha eine private Arztpraxis. Toshi (offiziell Dr. Handel) hat montags und mittwochs zwischen 17 und 19 Uhr Sprechstunde. Auch die Physiotherapie Praxis Balance bietet regelmäßige Termine an. Ganz neu ist jetzt sogar ein kleiner Fitnessraum! Und: Im nächsten Jahr wird es einen Kur-Urlaub und eine Fastenkur im Manjusha geben."

Ein Blick auf die Personalstruktur des Osho-Manjusha zeigt die Machbarkeit eines solchen Projektes, was die berufliche Qualifikation der Kommunemitglieder betrifft. Dieses Vorhaben liegt auch ganz im generellen Trend der Neo-Sannyas-Bewegung , die doch den Anspruch erhebt, mit Poona das größte Therapiezentrum der Welt aufgebaut zu haben. Dass sich die Kommune selbst zumindest bis zum Ableben von Mahamudra für eine derartige Aufgabe geeignet erachtet(e), wird auch aus einer Äusserung von Dr. Handel deutlich:

 

"Ja, ich bin Arzt. Approbiert und promoviert und jeden Tag versuche ich, dazuzulernen und diesem Beruf mehr gerecht zu werden... Ich finde, er ist bei Mahamudra an der kompetentesten Stelle, viel besser als alle Ärzte, Psychiater, Psychologen oder sonstigen Heilkundigen, die ich in meinen Studien- und Berufsjahren kennen gelernt habe. "

(Verfasst durch Toshi, Osho-Manjusha Schmiedeberg, Fr 24.03.2006 21:25)

Aus dem Selbstverständnis der Kommunemitglieder heraus, sich "inspiriert durch Mahamudra" auf einem "auserwählten Weg" zu befinden und im "Buddhafeld der Kommune" über einen Bewußtseinszustand zu verfügen, der dem der Allgemeinheit weit überlegen ist, dürfte sich auch unter den veränderten Bedingungen in der Kommune an der von Dr. Handel (Toshi) geäusserten Einstellung und damit an der durch Mahamudra vorgegebenen Zielstellung prinzipiell nichts geändert haben. Die Abkehr von den durch Mahamudra (inspiriert durch Osho) vorgegebenen Zielen und den Methoden zu deren Verwirklichung käme der Aufgabe eines [fundamentalistischen] Glaubensbekenntnisses durch einen Neo-Sannyasin gleich. Dies ist eher unwahrscheinlich, wie zahlreiche von uns mit "Aussteigern" geführte Gespräche bestätigrn. Aus diesem Grunde dürfte die Mitwirkung an dem Projekt auch unabhängig davon gegeben sein, ob eine Person ihren Lebensmittelpunkt direkt in der Kommune hat oder nicht. Eine Verlagerung des Lebensmittelpunktes der Träger des Projektes aus der Kommune heraus wäre dem Vorhaben eher förderlich, kann doch dadurch mit eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung des Weisseritzkreises erreicht werden. Gespräche in Schmiedeberg und Pretzschendorf haben zudem gezeigt, dass die Bevölkerung des Weisseritzkreises über die Aktivitäten und die Stellung z. B. des Dr. Handel (Toshi) in der Kommune kaum Kenntnis hat.

Inwieweit das Projekt aufgrund der sich inzwischen geänderten äusseren Bedingungen und auch der Veränderungen in der Kommune noch realisierbar ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Es sollte aber immer beachtet werden, dass Osho und seine Erben wahre Meister im Desorientieren waren und sind. Die Bemühungen der Kommune, ihre Ziele trotz aller Veränderung durchzusetzen, wenn auch unter anderen Vorzeichen und vielleicht auch in anderen Strukturen und mit verändertem Sprachgebrauch, sollten nicht unterschätzt werden. Wurde zum Beispiel noch vor kurzem von Heilung gesprochen, so werden durch das Osho-Manjusha heute -> Gesundheit und Regeneration angeboten, die Inhalte aber haben sich nicht verändert:

Das Festhalten an den Zielen der Mahamudra durch die in der Kommune verbliebenen Sannyasin auch 2 Jahre nach dem Ableben der "Meisterin", verdeutlicht die nachhaltige Wirkung der in der Kommune durch Mahamudra und den engeren Führungszirkel praktizierten Bewußtseinskontrolle.

Nach dieser Zeit wird aber auch eine andere Seite der Kommune deutlich.

Einige Neo-Sannyasin wie zum Beispiel Toshi (Dr. Handel), Roshani (Katharina Rumpf, Allgemeinmedizinerin), Sorreru, Dharma (Robert Stone, ehem. Lebensgefährte der Mahamudra), Rebha (Weinhold), die zu den engeren Vertrauten von Hauke Messerschmidt gehörten, haben offiziell inzwischen die Kommune verlassen bzw. bemühen sich darum, in der Öffentlichkeit nicht mehr mit der Kommune in Verbindung gebracht zu werden.

Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass die ".... gemeinsame Liebe für Bewusstseinsarbeit und Gemeinschaftsleben (und) im Herzen verbunden mit Oshos Vision vom neuen Menschen..." je nach Stellung in der Kommune doch, auch wenn nach aussen geschickt verschleiert und nicht offen sichtbar, recht unterschiedlich praktiziert wurde. Nicht der gemeinsame "Weg zur Erleuchtung" bildeten die Grundlage der beachtlichen Entwicklung der Kommune, sondern die durch Mahamudra und deren Vasallen geschickt geschaffenen und verschleierten Abhängigkeiten von der "Meisterin" und die bewusste -> finanzielle und materielle Aussnutzung derjenigen, die im Manjusha Hilfe zur Bewältigung ihrer Alltagsprobleme suchten und angeblich geboten bekamen.

Der Aufenthalt im Manjusha bedeutete für viele jedoch nicht Hilfe zu erhalten für die Lösung ihrer Probleme, sondern die bewusste Schaffung neuer, oft schwerwiegenderer Probleme psychischer Art durch Mahamudra & Co.: Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen, Verlust der persönlichen Identität, Abwendung von der Familie, Desinteresse an gesellschaftlichen Aktivitäten, bedingungslose Unterordnung unter den Meister ganz im -> Sinne Oshos.

Zwanghafte Einflußnahme durch Isolation und Indoktrination, wie sie auch unter Mahamudra praktiziert wurden, kann schon nach kurzer Zeit derartige Veränderungen bewirken( s.a. Clark 1977, Shapiro 1977, Müller-Küppler/Specht 1979). In einem solchen System gefangen, gewöhnt man sich an Propheten, Heilsbringer und sonstige Autoritäten, gibt freiwillig seine eigene Entscheidungsfähigkeit ab, verschließt sich rationalen Argumenten - wird williges Opfer des manipulativen Agierens eines mit einem "höheren Bewußtsein" ausgestatteten "Meisters", der "die Wirklichkeit als solche negiert und mit dem Schleier des bloßen Scheins im Dienste einer Übernatürlichkeit" versieht, selbst jedoch "in der Wirklichkeit (wandelt)."(Thomas Geisen in (1) S. 19).

 


4. Aussenwirkungen der Kommune

In die folgenden Betrachtungen sind die Kommune in Schmiedeberg und das New Dawn in Dresden gleichermassen einzubeziehen.

Die Übersicht über die ausgeübten Tätigkeiten der Kommunemitglieder macht deutlich, dass diejenigen, die über ausreichend fachliche Qualifikationen verfügen, ausserhalb der Kommune in eigenen Firmen/Praxen oder in abhängigen Arbeitsverhältnissen tätig sind. Dies ist, wenn auch nach eigenen Aussagen von Kommunemitgliedern nicht unbedingt erwünscht, zur Absicherung des Lebensunterhaltes zwingend notwendig, sichern doch die Kommunemitglieder durch ihre monatlichen Beiträge in wesentlichem Umfang den Bestand der Kommune. Die Angebote der Kommune in Form von Meditationen, alternativen Heilangeboten, Urlaubs- und Wellnessprogrammen usw. dürften den erforderlichen Finanzbedarf zur Finanzierung des Objektes und des laufenden Betriebes kaum decken.

Einen anderen Aspekt, der durch unsere Erfahrungen bestätigt wird, greift Frau Chr. Thieme in ihrer -> Examensarbeit auf:

"Zu erwähnen ist jedoch auch, dass die Kommune nicht willkürlich versucht, alle Menschen in ihren Lebensstil zu integrieren. In der Gemeinde Schmiedeberg haben die wenigsten Menschen einen Einblick in die Geschehnisse, die in der Kommune am Rande des Ortes passieren. Einzelne Werbeaktionen erscheinen zwar in regionalen Zeitschriften und auch Werbeprospekte liegen aus, aber das Interesse eines Großteils der Bürger ist sehr gering.

Aus dieser Tatsache möchte ich zwei Schlussfolgerungen ziehen. Zum einen zeigt das Desinteresse der Bevölkerung, dass die Kommune im allgemeinen keine Gefahr für die meisten Menschen darstellt. Es ist nicht Ziel der Bewegung möglichst viele Menschen zu integrieren. Sondern sie suchen sich gezielt Mitglieder, die in ihr Schema passen.

Zum anderen bietet gerade das Desinteresse eine Chance für die Kommune, denn Informationsveranstaltungen über die Arbeit der Kommune gibt es kaum. Das heißt für Personen, die nach einer Anlaufstelle suchen, gibt es keinen Grund dies nicht auch in dem Osho - Manjusha Meditationszentrum zu tun."

Diese Abgeschiedenheit im Pöbeltal von Schmiedeberg, das Desinteresse des unmittelbaren Umfeldes der Kommune und die Unkenntnis des Umfeldes über die tatsächlichen Vorgänge in der Kommune boten genau die Voraussetzungen, die eine Hauke Messerschmidt für die Umsetzung ihrer obskuren Vorstellungen vom "neuen Menschen" benötigte. Die Unkenntnis des Umfeldes über die -> Wirkungsmechanismen in der Kommune wird nicht zuletzt auch durch die Berichterstattung der lokalen Presse (SZ) deutlich. Der damaligen Leiterin des Zentrums war es zweifellos über Jahre gelungen, ihre menschenverachtende Philosophie im Lichte einer neuen Religion darzustellen.

Was sich hinter "Oshos Vision vom neuen Menschen", der sich Hauke Messerschmidt alias Mahamudra nach eigener Darstellung verpflichtet fühlte, verbirgt und welche Personen dafür besonders empfänglich sind, ist Gegenstand eines -> gesonderten Beitrages.

Während die Kommune in Schmiedeberg ideale Voraussetzungen für die Gewinnung von Konvertiten bot, ergaben sich für Mahamudra im New Dawn Dresden ganz andere Möglichkeiten, die heute aus unserer Sicht verstärkt an Bedeutung gewonnen haben.

 

---> Die Erben der Mahamudra Teil 1: Die Helden von Montlingen

---> Die Erben der Mahamudra Teil2: Von Amrum bis Zürich

 

Weitere Informationen:

Youtube:

haus2 plakat osho
(Fotos: VIKAS e.V.)

Meinungen: SZ-Dippoldiswalde-Erfahrungsberichte - Religio über Osho - Religio über Mahamudra - Confessio: Meditation im Schatzkästlein

Mahamudra: Mahamudra die "Meisterin" - Das besondere Wissen - Heilung durch MahamudraZitate von Mahamudra

Bibliografie

Internetseite des Osho-Manjusha Meditationszentrums :Stand: 19.5.2006

SZ vom 01.12.2006

Homepage Osho-Manjusha: Stand: 08.03.2007

http://www.oshomanjusha.de/newsletter/archiv/0711.htm

Amtsblatt der Gemeinde Schmiedeberg

Selbstdarstellung der Kommunemitglieder im Internet (Stand 17.08.2008)

Homepage Osho-Manjusha-Meditationszentrum Schmiedeberg Stand 15.01.2011

Osho Manjusha Newsletter

Flyer zur Eröffnung des "Hauses der Heilkunde", Mai 2014




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